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Ciao Roma!


So. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Rom. 
Aber nicht nur von Rom, sondern auch von einem wirklich besonderen Abschnitt in meinem Leben, den ich sicherlich nie vergessen werde. 
Die Schuhe sind durchgelaufen, der Rucksack hat einige neue Schrammen (meine Beine auch...), 
die Mückenstiche sind versorgt und werden immer weniger, und mein Wanderstab freut sich auf einen ganz besonderen Ruhe-Platz in meiner Wohnung. 
Die Tage in der "Ewigen Stadt" haben diese Reise perfekt abgerundet und ich habe mir alles ansehen können, wovon ich in den letzten Jahren immer nur geträumt habe! 
Angefangen mit dem Petersdom, wo die Schweizer Garde vor uns Pilgern salutiert hat und wir unseren letzten Stempel im Pilgerausweis bekommen haben, über die Vatikanischen Museen, mit ihren unzähligen Statuen, Gemälden und Schätzen von unermesslichem Wert, bis hin zur Sixtinischen Kapelle und dem unglaublichen Deckenfresko von Michelangelo. 
Ich habe eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen, bin im Forum Romanum zwischen den Überresten vergangener Zeiten umhergelaufen und habe auf der Piazza Novana ein letztes Mal ein echtes italienisches Eis genossen! 
Aber nichts hat mir besser gefallen, als das Kolosseum! Ich habe die Jahrhunderte alten Wände und Säulen berührt, den Sand unter meinen Füßen gespürt und die Größe eines so monumentalen Bauwerks bewundert! Und das alles zum Soundtrack von Gladiator. Das musste einfach sein... :)
Trotz des vollen Programms hatte ich aber auch genug Zeit die letzten drei Monate nochmal Revue passieren zu lassen. 
Es war eine tolle Wanderung, an der kein Tag dem anderen glich. Ich habe so viel erlebt, dass es mir unmöglich scheint, es jemals in passende Worte fassen zu können. 
Die erste Zeit war ich sehr viel alleine unterwegs und habe teilweise tagelang niemanden gesehen, außer dem Menschen an der Rezeption in meiner abendlichen Unterkunft. 
Dafür durfte ich auf der Supernatural-Convention unglaublich tolle Menschen kennen lernen und später jeden Tag neue Pilger treffen, die alle ihre eigene tolle Geschichte zu erzählen hatten. 
Anfangs fiel mir das lange Laufen schwer, der Rucksack drückte und ich kam manchmal nur mühsam vorwärts. 
Irgendwann habe ich mich an alles gewöhnt, und bin sogar zwei Etappen an einem Tag gelaufen. Einmal mehr als 40 Kilometer! 
Ich habe bei fremden Leuten auf der Couch geschlafen, in Hotels, Herbergen, Gasthäusern und Pensionen übernachtet, habe gezeltet, eine Matratze auf dem Boden eines Schlafsaals gehabt, oder mir mit anderen Pilgern ein Stockbett-Zimmer geteilt. 
Zwischendurch hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, aber auch die Gelegenheit den Kopf einfach mal frei zu bekommen und mir keine Gedanken über irgendwas zu machen. 
Ich habe geweint und gelacht, mich geärgert (vor allem über nächtliche Schnarcher....), mich gefragt, was ich hier überhaupt mache, und war von Herzen glücklich!
Und nicht einen Tag habe ich daran gedacht aufzugeben und nachhause zu fahren! 
Mit dieser Reise habe ich mir einen Traum erfüllt und freue mich riesig darüber, dass dabei auch noch so viel Geld für den Mukoviszidose e.V. zusammengekommen ist. 
Über 3000€, die das Leben von erkrankten Menschen und ihren Familien verbessern können! 
An dieser Stelle möchte ich mich also nochmal bei jedem bedanken, der etwas gespendet hat! Das war wirklich großartig von euch! 
Eines habe ich auf dieser Wanderung definitiv gelernt: 
Die Menschheit braucht viel mehr gute Taten! 
Es gibt einfach nichts Schöneres, als einem Mensch in Not zu helfen, oder einfach nur Jemandem eine Freude zu bereiten. Egal wem! 
Ob man einem Straßenmusikant einen Euro gibt, oder einem Pilger Obst aus dem Garten schenkt. Ob man Jemanden ernsthaft fragt, wie es ihm geht, oder einem geliebten Menschen einfach mal Danke sagt. 
Jede noch so kleine nette Geste bereichert nicht nur unser Leben, sondern auch das von anderen! 
Auch kleine gute Taten können Großes bewirken. Man muss ja nicht gleich zu Fuß nach Rom laufen... :)
Jetzt aber zurück zu meinen normal-verrückten, von mir sehr geliebten, Gedanken voller Filme und Serien, die mein Leben immer begleiten werden!
Supernatural und Parks&Rec haben mich gelehrt: "Always keep fighting" and "Catch your dream"! 
Eure Sally  :)
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Angekommen!


Ein unbeschreibliches Gefühl! 

Mehr kann ich dazu im Moment eigentlich noch gar nicht sagen...

Ich muss jetzt erstmal alles sacken lassen und werde meine drei Tage in Rom genießen. 
In der "Nachberichterstattung" könnt ihr dann lesen, ob ich wieder im normalen Leben angekommen bin, oder ob ichs nicht ausgehalten habe und doch zu Fuß zurück gehe... :)
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Wo ist der Schatten hin???


Es geht in die Zielgerade. 35 km noch bis Rom! 
Die vorletzte Etappe hat mir aber nochmal so richtig zu schaffen gemacht. 
Nachdem die letzten Etappen alle nur zwischen 16 und 22 km hatten, waren es heute noch ein letztes Mal über 30 km! 
Und das bei einer fast unerträglichen Hitze in der prallen Sonne. 
Im Schatten sind es hier ja schon über 30 Grad. Den musste ich heute aber fast mit der Lupe suchen. 
Es ging erst lange an einer kleinen Landstraße entlang, bevor ich auf einen, extra für Pilger angelegten, Pfad neben der Schnellstraße Via Cassia (von Florenz nach Rom) gewiesen wurde. Das Schnellstraßen-Stück war aber nur recht kurz und ich konnte schnell auf einen Schotterweg einbiegen. Alles ohne Schatten. 
Eine gefühlte Ewigkeit ging ich zwischen zwei Holzzäunen entlang und es gab keinen einzigen Baum am Wegesrand, der mir erlaubt hätte eine Pause einzulegen. 
Ich musste bis zum nächsten Dorf durchhalten (ca. 15 km). 
Hätte ich mich vorher irgendwo hingesetzt, wäre ich auf der Stelle verbrannt und zu Staub zerfallen.  Da bin ich mir sicher! :)
Bevor ich aber im langersehnten Ort ein wohlverdientes Eis essen konnte, musste ich ein ganzes Stück sehr steil bergauf. Als wäre ich in letzter Zeit nicht schon genug Berge gelaufen... :)
Naja, ich habe auch diese Herausforderung gemeistert und nach dem leckeren Eis ließen sich die restlichen Kilometer deutlich leichter laufen. 
Ok. Vielleicht lag es auch daran, dass es endlich wieder bergab ging... :)
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Endlich!


Schatten! 
Gestern nach Montefiascone war es schon deutlich schattiger und ich konnte sogar ein Stück durch einen angenehm kühlen Wald gehen. 
Heute nach Viterbo gab es fast auf der gesamten Strecke Schatten und es ließ sich viel leichter laufen, als in der Toskana. 
Nur das letzte Stück des Weges war sehr der Sonne ausgesetzt. Aber da war ich ja schon fast angekommen und es hat mich nicht mehr so sehr gestört. 

Trotzdem ist es einfach unheimlich warm und die Hitze macht allen Pilgern zu schaffen. 
Nachmittags ist an Bewegung gar nicht mehr zu denken (höchstens um sich in der Stadt ein Eis zu holen...) und daher brechen alle immer schon sehr früh auf, um in den "kühleren" Morgenstunden zu laufen. 
Ich bin mit 6 Uhr (loslaufen. Nicht aufstehen...) noch relativ spät dran. Da sind die meisten anderen Pilger schon unterwegs. 

Ein weiterer Nebeneffekt vom frühen Aufstehen: man kommt auch schon früh an. Ob das jetzt positiv, oder negativ ist, weiß ich noch nicht...
Meistens bin ich zwischen 11 und 13 Uhr in der Herberge (kommt immer ganz auf die Eigenschaften der Etappe an) und habe dann den Rest des Tages Zeit um mich zu langweilen... 
Die Etappenziele sind ja meistens eher kleinere Orte und es gibt nicht viel zu tun, oder zu sehen.
Also liegt ein Haufen Pilger (es ist wirklich so: je näher ich Rom komme, desto mehr andere Pilger sind unterwegs) in einem Zimmer rum und schläft, liest, oder unterhält sich. 
Das sorgt zwar für eine angenehm entspannte Grundstimmung, wird auf die Dauer aber irgendwann auch anstrengend. Warm ist es nämlich trotzdem...

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Am Rande der Toskana


Am Rande der Toskana, und am Rande des Nervenzusammenbruchs!
Nee, so schlimm ist es dann doch nicht... :)
Aber als kleine Hintergrundinfo: Es ist mitten in der Nacht und ich KANN einfach nicht schlafen! 
Das liegt nicht allein daran, dass die Unterkunft in Ponte a Rigo nicht nur Pilger, sondern auch jede Menge kleine Krabbeltiere beherbergt, sondern auch an den Schlafgeräuschen meines Zimmergenossen. 
Als das italienische Ehepaar, dass sich heute mit uns das Zimmer teilt, am Abend als letzte vom Essen zurückkehrten, waren wir schon halb in Schlaf versunken. 
Die beiden waren auch dementsprechend leise, legten sich gleich hin und schliefen ebenfalls sofort ein. So weit, so gut. 
Kein großes Rucksackpacken, keine langen Gespräche, keine störenden Geräusche. 
Ha! Schön wärs! 
Fünf Minuten später fing der Ehemann so laut an zu Atmen und zu Schnarchen, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Ehefrau vielleicht an einer seltenen nächtlichen Taubheit leidet. Wie kann sie bei sowas jede Nacht schlafen??? 
Irgendwann war ich kurz davor, den Herrn aufzuwecken, um ihm zu sagen, er soll doch bitte einfach ein Buch lesen, bis ich eingeschlafen bin! 
Ich hab mich dann aber doch dazu entschieden, lieber etwas Musik zu hören. 
Er kann ja auch nichts dafür, dass er schnarcht. Und so bekommt wenigstens einer im Raum Schlaf.
So ruhig, wie es in den anderen Ecken im Raum ist, bin ich mir nämlich sicher, dass die andern auch alle wach sind. 
Um das Schnarchen zu übertönen, müsste ich die Musik auf meinen Kopfhörern aber so laut stellen, dass mich das auch wieder wach halten würde. 
Also bin ich jetzt einfach produktiv, schreibe einen Blogeintrag und höre einen Musik-Schnarch-Mix. Aber wenigstens hab ich gute Laune und drehe mich nicht verärgert im Bett hin und her und versuche verzweifelt zu schlafen. Das wird sowieso nichts...
Heute (der Uhrzeit nach eigentlich gestern) war übrigens der letzte Tag in der Toskana. 
Mit Aquapendente erreiche ich morgen die Region Latium. Ich bezweifle zwar, dass es dort in irgendeiner Weise kühler wird, aber vielleicht gibt es ja ein klein wenig mehr Schatten. 
Die letzten Tage waren wirklich sehr der Sonne ausgesetzt und es gab manchmal kilometerweit kein Fleckchen Schatten. Dafür war die Aussicht umso schöner. Unglaublich weite Felder (teilweise über ganze Hügel und Täler hinweg), die verschiedensten Farben und immer mal wieder ein kleines malerisches Dorf in der Landschaft. Oft sogar nur ein einzelnes Haus mit riesigem Anwesen und der klassischen, von Zypressen gesäumten Auffahrt. 
Von dem ganzen Staub auf den "weißen Straßen" der Toskana sehen meine Schuhe schon drei Farbtöne heller aus, als sie eigentlich sind. Dafür sind meine Beine von der Sonne nochmal drei Töne dunkler geworden... :)
So. Ich versuche jetzt noch ein wenig Schlaf zu finden, damit ich morgen noch ein letztes mal die toskanische Landschaft genießen kann. 
Achso: Hunger hab ich inzwischen übrigens auch.
Aber naja. 
Die Hoffnung schläft zuletzt, oder wie heißt das nochmal...? :)
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Hassliebe Toskana


Es ist wirklich wunderschön hier! An der Landschaft könnte ich mich niemals satt sehen, die Menschen sind unglaublich nett, jeder noch so kleine Ort strotzt nur so vor Historie und die größeren Städte haben eine Vielzahl an tollen, geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten zu bieten! 
 
Aaaaber: Es ist unerträglich heiß, man findet kaum Schatten, geschweige denn Wasser, und wenn ein Auto an einem vorbei fährt, atmet man Staub... 
 
Die Toskana an sich ist toll, nur zum Wandern ist es furchtbar! 
Eine berechtigte Hassliebe also... :)
 
Ansonsten hat sich eigentlich nur das allabendliche Schnarchkonzert verändert. 
Da ich ja einen Tag Pause in Florenz gemacht habe, sind mir die andern aus der Gruppe voraus. 
Dafür sind wir jetzt eine neue Gruppe. Und die ist größtenteils deutschsprachig. Eine andere Pilgerin aus Deutschland und ein Ehepaar aus der Schweiz teilt sich jetzt immer mit mir die stickige Luft in den Schlafsälen. Manchmal ist noch ein italienisches Ehepaar dabei. Dann sprechen wir Englisch. 
Das ist sowieso momentan meine Hauptverständigungssprache. 
Obwohl ich im Benediktinerinnen-Kloster in San Gimignano mit der Nonne am Empfang ein Quasi-Gespräch auf Italienisch führen konnte. 
Sie hat mich in langen italienischen Sätzen etwas gefragt, ich habe die grundlegenden Wörter verstanden, und konnte mit einzelnen Wörtern auf Italienisch antworten. Ich finde das zählt als Gespräch... :)
 
Inzwischen sind es keine 14 Tage mehr, bis ich Rom erreiche, und ich kann es kaum noch abwarten und würde am liebsten lossprinten! 
Allerdings sind die letzten paar hundert Kilometer schwieriger zu laufen, als ich dachte. 
Die toskanischen Hügel ziehen sich unendlich in die Länge und die Hitze macht alles noch um einiges anstengender. Sogar Sitzen ist anstrengend.
Also muss ich mich wohl noch ein wenig gedulden... :)
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Firenze


Obwohl ich heute eigentlich einen Pausentag eingelegt habe, bin ich gefühlt mehr Kilometer gelaufen, als an einem Wandertag... :)
Aber Florenz ist eine so schöne Stadt und ich musste mir einfach so viel wie möglich anschauen! 

Also habe ich mich morgens auf den Weg gemacht und bin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgelaufen. 
Piazzale Michelangelo, Basilica di Santa Croce, Ponte Vecchio, Galleria degli Uffizi, Palazzo Vecchio, Piazza della Signoria und natürlich "Il Duomo", Cattedrale di Santa Maria del Fiore. 

Das war alles sehr beeindruckend! Obwohl ich die Uffizien nur von außen bewundern konnte und keinen Blick auf die bedeutenden Kunstwerke im Inneren werfen konnte. Aber leider ist auch Florenz, wie wohl jede große Stadt, von Touristen bevölkert und fast alles, was man sich angucken kann, kostet eine Menge Geld und erfordert langes Anstehen vor der Tür. Und Zeit hatte ich ja auch nicht unbegrenzt. 
Also musste ich mich entscheiden, was ich mir ansehe. Die Auswahl fiel auf die Basilica di Santa Croce. Hier sind nämlich neben zahlreichen Gemälden und anderen kunsthistorischen Schätzen, auch die Grabmäler von Michelangelo, Dante Alighieri und Galileo Galilei zu finden. 

Ich hatte also einen, im wahrsten Sinne des Wortes, 'historischen' Tag in Florenz und kann morgen voller Elan zu meiner nächsten Etappe starten. 
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Endspurt


Langsam wird es Zeit, dass ich endlich ankomme. 
Nicht falsch verstehen: es macht wirklich viel Spaß und ich genieße jeden Tag dieser Wanderung! 

Aber je näher ich meinem End-Ziel komme, desto schneller würde ich es am liebsten erreichen. 
Rom ist nämlich schon in eine greifbare Nähe gerückt. Vorher war es immer ein weit, weit entferntes Ziel, um das ich mir noch keine Gedanken machen muss. Jetzt habe ich mal nachgeguckt und gemerkt, dass ich in ca. 3 Wochen schon ankomme! 
3 Wochen sind nicht mehr viel! 
Am liebsten würde ich den ganzen Tag nur noch laufen, um endlich anzukommen und mein unnahbar scheinendes Ziel doch zu erreichen! 
Ich setze sozusagen zum Endspurt an. 
Ein paar Tagesetappen habe ich auch schon wieder zusammengelegt und bin einfach zwei Etappen an einem Tag gelaufen. Was soll ich auch sonst den ganzen Tag machen...? :)

In den letzten Tagen hat sich übrigens eine ganz nette Truppe aus Pilgern herauskristallisiert und wir treffen uns immer wieder abends in der Herberge. 
Es ist ein lustiges Spiel, wer zuerst in der Unterkunft ankommt: 
Pierre aus Frankreich, Jan aus Holland, Rosalita aus Puerto Rico, oder ich. Oder wird man diesmal vielleicht von jemand ganz neuem begrüßt?

Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wer alles da ist, gleichzeitig aber auch eine total entspannte Stimmung untereinander und ein wirklich nettes Miteinander. 
Jeder geht in seinem eigenen Tempo, mal schneller, mal langsamer, und jeder kommt irgendwann an und hat seine eigene Geschichte vom heutigen Tag zu erzählen. 
Und dabei hat keiner in irgendeiner Weise einen Wettkampf-Gedanken im Kopf, oder will dem anderen seine, für sich bewährten, Methoden erklären. 
Jeder akzeptiert den anderen einfach so, wie er ist. Und das gefällt mir sehr. 
Jeder hat seinen eigenen Tagesrythmus, bis wir abends gemeinsam unser vielfältiges Schnarchkonzert anstimmen. :)

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Neue Fotos! :)


Soooo! Ich bin in Aulla endlich mal in einem Ostello mit halbwegs ordentlichem Wlan gelandet und habe die letzten zwei Stunden genutzt um gaaanz vorsichtig ein Foto nach dem Anderen hochzuladen. 
>Hier< gibt's also jetzt einige neue Bilder zu sehen! :)

Die letzten Tage bin ich in den Apenninen immer hoch und runter gelaufen und wurde nach jedem anstrengenden Aufstieg mit einem unglaublichen Ausblick belohnt! 
Jetzt war's das aber erstmal mit den hohen Bergen (und soweit ich weiß, kommen da bis Rom auch keine mehr...) und ich kann ab morgen das Meer sehen. 
Vielleicht schaffe ich es sogar schon bis nach Massa und kann eine Runde baden gehen. 
Das kommt darauf an, wie das Wetter mitspielt.
Die Italiener beschweren sich über zu kalte Temperaturen und alle Pilger freuen sich über das milde Wetter und die (noch) nicht vorhandene Hitze. 
Ich bin mir aber sicher, in den nächsten Tagen wird mir ordentlich eingeheizt. Ich erreiche nämlich die Toskana...
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Landschaftswechsel bitter nötig...


Also ich muss sagen: In letzter Zeit passiert nicht wirklich viel.
Klar, ich laufe, komme gut vorwärts, lerne neue Leute und schöne Orte kennen. Aber das wars auch schon. 
Ich vermute allerdings, das liegt nur daran, dass für mich diese Wanderung schon zum Alltag geworden ist und es nichts Neues mehr ist, morgens aufzustehen, den Rucksack zu packen und loszulaufen. 
Zusätzlich war die Landschaft in den letzten Tagen eher unspannend. Reisfelder rechts, Reisfelder links, und immer auf Kieswegen gradeaus. 
Gestern bin ich sogar zur Abwechslung mal freiwillig an der Straße entlanggelaufen. 
Das ging zwar auch nur gradeaus, aber 
1. konnte ich schneller gehen und so mehr Strecke schaffen und Mike einholen (der Australier vom Sankt Bernhard-Pass) 
und 
2. war es eine Wohltat für die Füße mal nicht auf spitzen Kieselsteinen zu laufen, sondern auf flachem, festem Asphalt. 

Gestern Abend habe ich dann in Fidenza mit Mike zusammen etwas gegessen und wir haben wieder unsere Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht. Es macht immer wieder Spaß sich mit jemandem zu unterhalten, mit dem man sich versteht, und der ähnliche Sachen erlebt. Nicht nur, weil wir den selben Pilgerweg gehen (das machen die andern Pilger, die man unterwegs trifft, ja auch), sondern weil er auch für einen guten Zweck läuft und einen Blog schreibt. 
Alle anderen laufen meistens nur, weil sie in Rente sind und ihnen langweilig ist...

Heute war die erste Etappe, in der sich die Landschaft endlich wieder verändert hat. Und ich habe es sooo genossen! 
Endlich ging es wieder ein wenig auf und ab und ich hatte eine fantastische Aussicht über die Region Emilia Romagna, durch die ich grade wandere. 
Aus dieser Gegend kommen Parmesankäse und Parmaschinken. Für das leibliche Wohl ist also gesorgt... :)

Und obwohl ich jetzt doch einen längeren Text über mein grade "langweiliges" Wanderleben geschrieben habe, als ich dachte,
gehe ich jetzt einfach mal auf ein Thema ein, dass ich bisher kaum angeschnitten habe: Meine Unterkünfte. 

Seit ich in Italien unterwegs bin, schlafe ich nämlich fast ausschließlich in Pilgerherbergen ( "Ostello" genannt). In fast jedem noch so kleinen Ort entlang des Via Francigena hat man die Gelegenheit in einer dieser Unterkünfte zu übernachten. 
Meistens sind die Herbergen in kirchlicher Hand und man bekommt gegen eine Spende ein Dach über dem Kopf. Manchmal wird abends sogar gekocht und man kann ein leckeres warmes Gericht genießen, ohne dafür ein teures Lokal aufsuchen zu müssen. Natürlich sollte die Höhe der Spende dann angepasst werden. 

Einige Unterkünfte sind einfach alte Häuser, die zu Herbergen mit Mehr-Bett-Zimmern umfunktioniert wurden, andere wiederum sind wie einfach Hotels und bieten einem müden Pilger sogar richtig viel Komfort. 
Manchmal bekommt man einfach ein Zimmer direkt im Kloster, oder es stehen ein paar Betten im Haus neben der Kirche. Das ist ganz unterschiedlich. 
Bisher waren aber alle Zimmer und Waschräume (so einfach sie auch manchmal waren) immer annehmbar sauber und gepflegt. Man darf natürlich keine Hotel-Standards erwarten...

Auf jeden Fall ist man selten allein, sondern trifft abends in der Herberge immer ein paar andere Pilger, die sich nach einem anstrengenden Wandertag ausruhen möchten. 
Allerdings war es noch nie so voll, dass ich keinen Platz mehr bekommen hätte. Und selbst wenn: Hier sind wirklich ausnahmslos alle Menschen, die ich treffe, sehr nett und hilfsbereit. Obwohl ich kein Italienisch verstehe, treffe ich in fast jedem Ort jemanden, der mir ungefragt den Weg zur Herberge erklären will, und mir Tipps gibt, wo Pilger Rabatt bekommen oder man günstig Essen und Trinken kann. Ich bin mir also sicher, sollte mal irgendwo kein Platz mehr frei sein, werde ich nicht auf der Straße schlafen müssen. 
Obwohl es dazu sicher warm genug wäre... 

Apropos Wetter: Ich glaube ich hatte in Italien noch nicht einmal lange Ärmel an (Regenjacke zählt nicht. Die gibt's schließlich nicht mit kurzen Ärmeln...) und bin dementsprechend Braun gebrannt. 
Allerdings hatten die kurzen Klamotten auch zur Folge, dass mich in der Poebene die Mücken ordentlich erwischt haben. 
Als ich das letzte Mal nachgezählt habe, hatte ich so um die 30 Mückenstiche... 

So. Und bevor ich heute zufrieden in mein Herbergs-Bett falle und morgen wieder weiterlaufe, noch schnell zu einer anderen Sache:
Obwohl wir uns nicht kennen, hat Kerstin mir heute einen Gästebucheintrag hinterlassen, der mich sehr berührt hat.
Und ich wollte ihr nur mitteilen: 
Natürlich trinke ich in der Toskana einen Sambucca auf deinen Schutzengel Gesine! Es ist mir eine Ehre! 
Es tut mir leid, dass ihr euer Vorhaben, gemeinsam in die Toskana zu reisen, nicht mehr umsetzen konntet. Sollte dein Fuß aber doch noch von einer Spontanheilung profitieren, würde es mich unheimlich freuen, wenn du es schaffst mich ein paar Tage zu begleiten. 
Das ist sicher etwas kurzfristig, aber man weiß ja nie... :)
Wenn du mir über diese Homepage eine private Nachricht schreibst, oder mich über Facebook kontaktierst, kann ich dir direkt antworten und wir können uns ein wenig über unsere Fernwander-Erfahrungen austauschen, wenn du magst... 
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Yes!!!


Geschafft! 
Ich bin heute über 40 km gelaufen! 

Gestern habe ich in der Herberge in Mortara-Saint' Albino zwei Italiener kennengelernt, die auch in Richtung Rom unterwegs sind. 
Heute morgen sind wir zusammen mit dem Ziel Gropello Cairoli losgelaufen. 

Da das Wetter ausnahmsweise nicht brennend heiß war und die Strecke zwischen den Reisfeldern ohne wesentliche Höhenunterschiede verläuft, waren wir schon gegen 13 Uhr in unserem Zielort. 
Da der Tag aber lang ist und die nächste Etappe kurz, beschloss ich noch weiter zu laufen und Pavia zu erreichen. 
Kurzerhand haben sich meine neuen Wanderkumpanen mitziehen lassen und wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht. 
Irgendwann machte das Tempo aber dann doch dem einen oder anderen zu schaffen und wir teilten uns auf. 
Also lief ich vorweg (ja, mit "dem einen oder anderen" waren die Jungs gemeint, nicht ich...) und erreichte nach einer anstrengenden Etappe die Herberge in Pavia. 

Insgesamt bin ich heute 43 km gelaufen, und ich bin mir sicher, dass ich das morgen beim Aufstehen in den Beinen merken werde... :)
Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich es geschafft habe! Bisher waren 40 km immer eine Strecke, die mir unmöglich vorkam. 
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Abschiede und Rekorde


Jetzt heißt es Abschied nehmen. 
Guntram und ich haben heute Vercelli erreicht. 
Das heißt: 
1. Guntram ist (immer in Etappen von ein paar Wochen und in keiner bestimmten Reihenfolge) den gesamten Via Francigena von Canterbury nach Rom gelaufen
2. Für ihn ist die Reise hier zu Ende, unsere Wege trennen sich und er fährt übermorgen von Vercelli aus nach Hause. 
3. Er ist so nett und nimmt mein Zelt und meine Isomatte mit, und schickt sie für mich zurück nach Deutschland. 
In Italien gibt es so viele Pilgerherbergen und -Unterkünfte, dass ich mein Zelt sicher nicht mehr brauche. So spare ich mir ca. 3 kg auf dem Rücken und kann mit einem deutlich weniger voluminösen Rucksack den restlichen Weg nach Rom zurücklegen. 

Die letzten beiden Tage haben wir natürlich nicht faul herum gesessen, sondern ein paar persönliche Rekorde gebrochen! 
Gestern sind wir die 24 km von Ivrea nach Cavaglià in 4 1/2 Stunden gelaufen. Das ist (für normale Fußpilger wie uns) echt schnell und für uns beide Rekordzeit gewesen. 

Heute wollten wir dafür eigentlich nur knapp 20 km nach San Germano Vercellese laufen, haben aber einfach nochmal 18 km oben drauf gelegt und sind gegen 17 Uhr in Vercelli angekommen. So habe ich einen Tag gut gemacht und Guntram kann noch einen Tag entspannen, bevor es wieder nach Hause geht.  

Diese 38 km (für mich übrigens die bisher weiteste Etappe) waren allerdings echt anstrengend! 
Wir sind heute in der Po-Ebene angekommen und haben somit einen Haufen Reisfelder um uns herum, aber keinen Flecken Schatten. 
Neben den vielen Kilometen hat uns die Sonne zu schaffen gemacht und da die Reisfelder mit ausgeklügelten Wassersystemen bewässert werden, haben uns die Mücken den ganzen Tag belagert.
Völlig ausgelaugt und zerstochen kamen wir in der schönen, im März diesen Jahres renovierten,  Pilgerherberge an. 

Nach einer ausgiebigen Dusche sind wir zum Abschluss unserer gemeinsamen Zeit noch einmal in einem guten Lokal Essen gegangen, um die Spezialitäten der sogenannten "Reishauptstadt" Vercelli zu kosten. 
Bei einem Glas Wein und wirklich leckerem Essen ließen wir das Geschehene der letzten Tage nochmal Revue passieren, bevor wir uns in unserem Herbergszimmer Schlafen legten. 
Immerhin werde ich morgen früh ja wieder weiterwandern...
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Pausentag in Ivrea und Turin


Da wir gestern nur eine sehr kurze Etappe nach Ivrea gelaufen sind, konnten wir uns morgens viel Zeit lassen, waren aber trotzdem früh in unserem Etappenziel. 
Ivrea ist eine recht schöne Stadt, hat aber nicht wirklich viel zu bieten. 
Vorallem, weil es Montag war und in Italien die Geschäfte montags of geschlossen haben. Hier gibt es also quasi immer ein verlängertes Wochenende... 
Abends kontaktierte mich Mike, der Australier vom Sankt Bernhard-Pass. Er war auch in Ivrea angekommen und wir hatten ausgemacht uns zu treffen, sollten wir beide am gleichen Tag da sein. 
So verbrachten wir zu dritt einen schönen Abend und tauschten unsere Erfahrungen der vergangenen Tage aus. 
Da er allerdings am nächsten Tag gleich weiterzog, mussten wir uns auch recht früh schon wieder verabschieden. 
Aber wir werden uns sicher wieder irgendwo unterwegs treffen. Spätestens in Rom... 

Heute habe ich dann einen Pausentag eingelegt und bin mit dem Zug für einen Tagesausflug nach Turin gefahren. 
Dort liegt in der Cathedrale das angebliche Leichentuch von Jesus. Die Echtheit dieser Reliquie ist nicht bewiesen, trotzdem gibt es natürlich viele Gläubige, die einen Blick auf dieses wichtige Artefakt werfen wollen. 
Leider kann man sich bei einem Besuch aber nur die Truhe anschauen, in der das Leichentuch aufbewahrt wird. Das Tuch selber wird nur alle 20 Jahre ausgestellt. 
Es gibt allerdings überall in der Cathedrale Bilder und ausführliche Erklärungen in vielen Sprachen zu sehen. 
Damit es direkt vor der Truhe nicht zu voll wird und jeder etwas sehen kann, bekommt man in dreißig-Personen-Gruppen Einlass in den abgesperrten Bereich. 
Ich wurde mit einer polnischen Reisegruppe zusammen durchgewunken und war doch etwas verwundert, als die anscheinend sehr gläubige Gruppe vor der Truhe auf die Knie sank und in ein lautes Gebet verfiel. Mit soetwas hatte ich nicht gerechnet und es war wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. 
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La dolce vita


Es macht wirklich viel Spaß durch Italien zu wandern. 
Ich bin immernoch mit Guntram unterwegs und wir sehen viele schöne, kleine Ortschaften und eine Menge noch schönere Landschaften. Während wir die letzten Tage im Aostatal unterwegs waren, haben wir heute das Piemont erreicht. Als Belohnung haben wir uns erstmal ein super leckeres Eis gegönnt! :)
Sowieso ist das Essen hier einfach nur unglaublich gut und es schmeckt alles, was man probiert. Nicht nur die Pizza...
Trotzdem durfte das klassische Pizza-Essen in Italien natürlich nicht fehlen. Das haben wir vorgestern in Châtillon erledigt. Undzwar mit ein paar anderen Pilgern zusammen, die wir schon ein paar Mal unterwegs getroffen haben. 
Zusammen mit Alex und Lucas aus Belgien, Pierre aus Frankreich und Giaomo aus Brasilien haben wir gut gegessen, Wein getrunken und einen schönen Abend verbracht, bevor wir uns am nächsten Tag alle wieder getrennt auf den Weg gemacht haben. 

Gestern haben wir uns in Vèrres zwar verpasst, dafür standen die beiden Belgier heute schon vor der Herberge und warteten, als Guntram und ich heute Montestrutto erreichten. 
Die gestrige Nacht haben alle anderen in einem Bed&Breakfast am Bahnhof übernachtet, während wir beide uns die Mühe gemacht haben, die vielen Stufen zur Kirche zu erklimmen und dort nach einer Pilgerherberge zu fragen. 
Wir wurden für unsere Anstrengung belohnt und konnten uns mit einem Pilgerehepaar aus Deutschland einen Schlafsaal mit 12 Betten teilen. 
Unsere Unterkunft lag direkt auf dem historischen Kirchengelände und man fühlte sich wie auf einer mittelalterlichen Burg. 
Das war auf jeden Fall ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte! 

Für die heutige Nacht in Montestrutto gab es leider keine Pilgerunterkunft. Allerdings bietet das Bed&Breakfast mitten im Ort einen sehr günstigen Pilgerpreis an und die Besitzerin hat uns sogar angeboten unsere Wäsche in der Maschine zu waschen! 
Jetzt sitzen wir auf unserem Balkon, nutzen das freie Wlan und warten auf unsere frische Wäsche. Was eine Wohltat! :)

Morgen geht es nur 14 km nach Ivrea, wo wir beide einen Pausentag einlegen. 
Guntram wird die Zeit nutzen um seine Rückfahrt nach Österreich zu planen (seine Reise endet in zwei/ drei Tagen in Vercelli) und ich werde mit dem Zug einen Tagesausflug nach Turin machen. 
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Schneller als gedacht!


Kurzerhand haben Mike und ich uns mit unserem Zimmergenossen Guntram aus Österreich zusammengeschlossen und sind gestern zu dritt den Großen Sankt Bernhard-Pass heruntergelaufen. 
Und es hat soooo viel Spaß gemacht!!! 
Wir haben uns unterhalten, zusammen gelacht und gelitten, und vom vor uns liegenden italienischen Essen geschwärmt! 
Es hat zwar in Strömen geregnet, und wir konnten keinen Fuß auf den Via Francigena setzen, aber der Weg an der Straße entlang ging dafür umso schneller.

So erreichten wir schon gegen 13 Uhr Etroubles. 
Mike hatte dort sein Zimmer vorausgebucht. Da Guntram noch einmal 15 km nach Aosta laufen wollte, lies er sich nicht lange aufhalten und verabschiedete sich von uns. 
Mike und ich suchten das erste Restaurant auf, dass wir finden konnten, und ließen uns Lasagne und Panacotta schmecken!
Und da wir grade noch in der teuren Schweiz unterwegs waren, kamen uns die normalen Preise sogar extrem günstig vor, und das Essen hat noch besser geschmeckt... :)

Nach dieser überaus leckeren Pause wollte ich noch in mein eigentliches Etappenziel Echevennoz laufen (ca. 4 km) und verabschiedete mich ebenfalls. 
Ich bin mir sicher, ich treffe Mike irgendwo auf dem Weg nach Rom wieder! 

Als ich allerdings nach weniger als einer Stunde Echevennoz erreichte, hatte ich noch einiges an Energiereserven über und beschloss noch ein wenig weiter zu laufen. 
Als ich in Girod grade nach einer Unterkunft Ausschau halten wollte, zeigte mein GPS-Gerät nur noch 5 km bis Aosta an. 
Und warum auch nicht: ich lief einfach gleich bis Aosta. 

Und wer begegnete mir 5 Minuten später an einer Straßenkreuzung? Anne-Therese vom Sankt Bernhard-Pass! 
Gemeinsam bewältigten wir die letzten Kilometer nach Aosta und stellten erfreut fest, dass wir heute über 30 km gelaufen waren. 
Anne-Therese hat ihre ganze Wanderung in einer Reiseagentur in den Niederlanden gebucht. Dort wurde alles für sie organisiert, also hatte sie in Aosta auch schon eine feste Unterkunft. 
Ich versuchte es bei einer kleinen Pilgerunterkunft, die in meinem Wanderführer angegeben war, und hatte Glück. 
Ich spreche zwar noch weniger Italienisch als Französisch, und die Nonne in der Herberge (die übrigens ausschließlich an Frauen Betten vergibt) sprach weder Deutsch, noch Englisch, aber wir schafften es dennoch uns zu Verständigen. 
Ich bekam ein überraschend großes Zimmer mit eigenem Bad zugewiesen und war glücklich angekommen zu sein. Immerhin hatte ich eigentlich geplant Aosta erst heute zu erreichen. Ich bin also zwei Etappen an einem Tag gelaufen. 
Ich legte jetzt aber keinen Pausentag ein, sondern lief heute morgen weiter. 
Es hat mich gepackt! :) 

Kurz nachdem ich Aosta verlassen hatte, holte mich Guntram ein und war sichtlich überrascht mich zu treffen. Wollte ich doch gestern eigentlich nur bis Echevennoz. 
Zu unserer beider Freude hatten wir dann heute das gleiche Ziel (Châtillon) und kamen gemeinsam 
in einem flotten Tempo voran. Nachdem wir ein paar andere Pilger überholt hatten, gönnten auch wir uns eine kleine Pause und besorgten uns in einem Alimentari (kleine italienische Supermärkte) etwas leckeres zu trinken. Irgendwann wird das ewige stille Wasser dann doch langweilig und man freut sich über ein kühles Getränk mit Geschmack... 

Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hatte, bekamen wir heute etwas von der italienischen Hitze zu spüren und die Temperatur kletterte schnell auf fast 30 Grad. 
Trotzdem freuten wir uns endlich eine schöne Aussicht zu haben und nicht nur Nebel und Regen zu sehen. 
Ratzfatz erreichten wir Châtillon und hielten nach einer Unterkunft Ausschau. 
Die wenigen Betten im Kapuziner-Kloster waren leider schon belegt, aber wir hatten zwei Straßen weiter bei einem kleinen Bed&Breakfast Glück. 
Jetzt wird erstmal geduscht und ein wenig geschlafen, bevor wir uns zu einem leckeren italienischen Abendessen verabredet haben. 
Morgen gehen wir gemeinsam nach Verrès. 
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Pilgerfreunde


Endlich bin ich nicht mehr allein! 
Auf dem Weg zum Großen Sankt Bernhard-Pass hat mich Anne-Therese aus den Niederlanden begleitet. Sie hat sich in Lausanne auf den Weg nach Rom begeben. Wir hatten wirklich viel Spaß auf dem Weg durch die Alpen und haben uns gemeinsam ein letztes Mal die Berge hoch gekämpft. 
Leider lag am Ende der Strecke noch zu viel Schnee, so dass wir das letzte Stück auf der Straße zurücklegen mussten. 
Da der Pass aber erst in ein paar Tagen für Autos geöffnet wird, hatten wir keine Probleme mit vorbeifahrenden Autos und konnten die ganze Straße für uns nutzen, um die Kurven immer schön abzukürzen... :)

Oben angekommen, verabschiedete ich mich von Anne-Therese (sie hat heute nur eine Tagesetappe auf den Pass gemacht und fährt morgen mit dem Bus durch den Tunnel), und wurde sehr herzlich in der Herberge im Hospiz empfangen. 
Sofort traf ich auf andere Pilger, die auch auf dem Via Francigena unterwegs sind! Endlich! Es macht so viel Spaß sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die die gleichen Erfahrungen machen wie ich! 
Gemeinsam genossen wir alle im Speisesaal die hervorragende warme Mahlzeit. Ich habe zwar keine Ahnung, was ich da gegessen habe, aber es hat unglaublich lecker geschmeckt! Vor allem nach einem anstrengenden Wandertag, ohne richtiges Frühstück. 
Je südlicher ich in der Schweiz unterwegs war, desto spärlicher wurde nämlich auch das Frühstück. Heute morgen wurden mir für ganze 7,- CHF tatsächlich nur ein Kaffe und ein einzelnes Croissant serviert...

Einer meiner Zimmergenossen (es gibt nur Mehrbettzimmer, eine richtige Pilger-Herberge eben) ist Mike aus Australien. Er läuft schon seit Canterbury auf dem Via Francigena und sammelt mit seiner Wanderung Spenden für kebskranke Kinder (www.cancerkidspilgrimage.com). 
Wir unterhalten uns lange und tauschen viele tolle Erlebnisse aus! 
Morgen setzen wir unseren Weg gemeinsam fort. 
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Alpentiere :)


Ich habe Bourg-Saint-Pierre erreicht. Das bedeutet: Morgen geht's über den Großen Sankt Bernhard-Pass nach Italien! 
Wieder ein großes Zwischenziel erreicht! 
 
Übrigens habe ich inzwischen auch schon die Hälfte der gesamten Strecke geschafft. Zwar sind es noch keine 1500 km, so wies aussieht, komme ich aber auch nicht ganz auf 3000 km, da ich öfter mal die direkte Strecke gelaufen bin und nicht den Umweg durch die Walachei... :) 
Trotzdem bleibt das Spendenziel natürlich bei 3000 €. Also nicht vergessen, etwas zu spenden, oder vielleicht andere dazu motivieren. Jeder Cent zählt! :)
 
Das Wetter hat sich inzwischen übrigens gebessert und ich bleibe tagsüber trocken. :) 
Nur abends brauen sich noch dunkle Wolken am Himmel zusammen und lassen es ab und zu regnen. 
 
Auf dem heutigen Weg nach Bourg-Saint-Pierre hatte ich sogar richtig schönen Sonnenschein und war anscheinend nicht die einzige, die das Wetter genoss. 
Unterwegs konnte ich immer wieder Murmeltiere beobachten. Unschwer an ihren lauten Pfiffen zu erkennen. 
Es hat richtig Spaß gemacht nach den kleinen Kerlchen Ausschau zu halten. 
Als mir dann aber plötzlich eine Schlange fast über die Füße glitt, habe ich mich doch erstmal richtig erschrocken! Darauf war ich nicht gefasst. 
Ich glaube es ist eine Kreuzotter gewesen. Eine der zwei giftigen, in Europa heimischen Schlangen. 
Aber vielleicht irre ich mich auch... :)
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Wo ist das gute Wetter hin?


Der Regen macht mich fertig! 

Eigentlich hatte ich ja vor öfter zu zelten, da selbst die günstigsten Pensionen in der Schweiz doch recht teuer sind, aber bei dem Wetter wäre ich nachts sicher klitschnass geworden. 

Tagsüber hatte ich in den letzten beiden Tagen Glück und bin trocken geblieben, meistens war es sogar richtig sonnig und ziemlich warm. 
Abends steht dann immer die Entscheidung an: Zelten, oder nicht? 
Bisher habe ich mich gegens Zelten entschieden und es war jedes Mal die richtige Entscheidung! 
So gegen 19 / 20 Uhr hat es immer unglaublich heftig angefangen zu regnen und bis morgens um 7 nicht wieder aufgehört. 

Jetzt grade liege ich in Aigle in meinem gemütlichen Bett in einem Gasthof und höre mir das heftigste Gewitter an, das ich je erlebt habe. 
Selbst bei geschlossenem Fenster nimmt das Geräusch des Regens den ganzen Raum ein und lässt keinen Gedanken an etwas anderes zu. Alle zwei Minuten lassen Blitze das Zimmer taghell aufleuchten und der Donner erschüttert fast gleichzeitig gefühlt das ganze Haus!

Man bin ich froh, dass ich nicht zelte! 
Das wäre eine verdammt kalte, und vor allem nasse Nacht geworden! 

Hoffentlich bessert sich das Wetter bald. Obwohl der Wetterbericht leider etwas anderes sagt...
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Ich hab geschummelt... :)


Ich muss zugeben: Nachdem ich vorgestern früh aufgestanden und eine lange Etappe nach Yverdon-les-Bains gelaufen bin, habe ich geschummelt und mich in den Zug nach Lausanne gesetzt, anstatt mir eine Unterkunft zu suchen. 

So konnte ich in Lausanne noch einen Pausentag einlegen, bevor es auf dem offiziellen Pilgerweg "Via Francigena" weiter nach Rom geht. 
Und nachdem ich schon über 1000 km zu Fuß gelaufen bin, ist einmal schummeln doch erlaubt, oder? :) 

Diesen Pausentag habe ich jedenfalls wirklich genossen. Lausanne ist eine wirklich schöne Stadt, in der man unglaublich viel sehen kann und einen herrlichen Blick über den Genfer See hat. 
Ich habe glücklicherweise, ein für die Schweiz sehr günstiges, privates bed&breakfast gefunden, dass auch noch genau zwischen der Innenstadt und dem Hafen Ouchy liegt. So konnte ich alles zu Fuß erkunden und das schöne Wetter einmal ohne schweren Rucksack genießen. 
Abends nutze ich die warscheinlich letzte Chance nochmal ins Kino zu gehen (in der Schweiz werden viele Filme in englischem Originalton gezeigt, wohingegen in Italien fast überall die Filme nur synchronisiert zu sehen sind) und habe im neuen Russell Crowe-Film "The Nice Guys" sehr gelacht! 
Zum perfekten Abschluss konnte ich noch ein Regenbogen-Stück und den Sonnenuntergang über dem Genfer See beobachten. 
So kann ich mich morgen ausgeruht auf den "Via Francigena" begeben und in ein paar Tagen die Alpenüberquerung über den Großen Sankt-Bernhard-Pass in Angriff nehmen. 

Als ich mir heute in der Kathedrale von Lausanne den Pilgerstempel abgeholt habe, sind mir übrigens endlich mal andere Pilger begegnet. Allerdings waren sie alle auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unterwegs. Unschwer zu erkennen, an den großen Jakobsmuscheln die an ihren Rucksäcken prangten. 
Ich bin gespannt, wann ich auf den ersten Rom-Pilger treffen werde. 
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Nette Begegnungen


Erst ist es so unglaublich heiß, dass ich das Gefühl habe ich verbrenne, und dann regnet es in Strömen! 
Ich musste gestern durch riesige Pfützen waten, die über den ganzen Wanderweg reichten!
Ich war wirklich froh, dass ich in der Nacht nicht im Zelt schlafen musste! 

Auf meinem Weg am Sonntag nach Biel/Bienne kam mir Francis auf seinem Fahrrad erst entgegen und holte mich auf seinem Rückweg wieder ein. 
Anscheinend hatte er die Fahrt genutzt und über mich nachgedacht. 
Und als wir uns das zweite Mal begegneten hielt er an und lud mich kurzerhand ein, bei ihm und seiner Familie in La Neuveville zu übernachten. 
Gesagt, getan. Für einen Tag war die Etappe zwar zu weit und das Wetter definitiv zu warm, aber gestern erreichte ich La Neuveville und klingelte zur ausgemachten Uhrzeit an Francis' Haustür. 
Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Haus war wirklich schön und sehr innovativ. Francis hat es selbst renoviert und wirklich ganze Arbeit geleistet! 
Beim gemeinsamen Abendessen musste ich den Kindern Rede und Antwort stehen, die sich einfach nicht vorstellen konnten, warum Jemand freiwillig eine so weite Strecke zu Fuß läuft. Und ehrlich gesagt: Ich weiß es auch nicht... :) 
Aber trotzdem macht es mir unglaublich viel Spaß! Eben auch wegen solchen netten Erlebnissen! 

Wir haben uns noch lange Unterhalten und ich hatte einen wirklich netten Abend, bevor ich heute Morgen nach Neuchâtel weiterzog. 

Das Wetter hat sich gebessert und ich bin nicht wieder komplett nass geworden. Und da für die Nacht auch kein weiterer Regen angesagt ist, habe ich mich nach einem kleinen Stadtbummel im etwas außerhalb gelegenen Campingplatz einquartiert. 

Ich bin inzwischen übrigens nicht nur bei Kilometer 1100, ich bin auch in der französischen Schweiz angekommen und verstehe kein Wort mehr von dem, was die Leute sagen... :)
Trotzdem habe ich mich heute mit einer älteren Dame unterhalten und wir hatten beide einen riesen Spaß dabei, zu erraten, was die andere versucht zu sagen. Mit einfachen Sätzen, einzelnen Wörtern und vielen, vielen Handzeichen haben wir eine ganze Zeit lang miteinander versucht zu kommunizieren. Sie auf Deutsch und ich auf Französisch. Das muss auf jeden Fall sehr lustig ausgesehen haben... :)

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Wildcamping


Mein Abenteuer in der Schweiz beginnt mit einem Stadtbummel in Basel, bei dem mir in beiden großen Basler Kirchen von den netten Menschen an der Information etwas geschenkt wird. Eine Postkarte, ein Kirchenführer und ein Armband, dass die schweizer Kirchen zu Gunsten der Flüchtlinge verteilen. "Farbe bekennen" steht dort. 
Ich werde dieses Armband in Ehren halten und so lange wie möglich tragen. So langsam wird mein Arm voll... :)

Anschließend musste ich lernen, was es bedeutet in der Schweiz zu wandern. 
Schöne Landschaft, Kuhglocken und steile, teilweise kaum sichtbare Pfade bergauf. 
Auf der Etappe nach Reigoldswil habe ich mir sehr viel Zeit lassen können, da ich mir vorgenommen hatte das erste mal wild zu campen. Also nicht auf einem Campingplatz, sondern wirklich draußen in der Natur. 

In Reigoldwil machte ich eine letzte Pause um mein Abendessen zu verputzen und mich danach nochmal auf den Weg steil nach oben zu machen. 
Eine Stunde lang hielt ich nach einem geeigneten Platz für mein kleines Zelt Ausschau und wurde tatsächlich fündig. Mitten im Wald nahe einem kleinen Wasserfall fand ich einen angelegten Grillplatz. 
Hier schlug ich also mein Zelt auf und war froh diesen Platz gefunden zu haben. 
Beim Wildcampen ist das nämlich so eine Sache: In Deutschland zum Beispiel ist es ganz verboten, in der Schweiz ist es von Kanton zu Kanton, und manchmal sogar von Gemeinde zu Gemeinde, anders geregelt, und daher etwas unübersichtlich. 
Mit meinem Grillplatz hatte ich wenigstens das Gefühl, dass das Zelten erlaubt ist und konnte ruhigen Gewissens einschlafen, ohne ständig darauf zu horchen, ob jemand kommt, der mich wegscheucht. 

Die Nacht im Zelt war verdammt kalt! 
Aber ich habe einfach alle Klamotten die ich dabei habe angezogen, und dann gings. 
Nach einigen Stunden Schlaf wurde ich morgens dann tatsächlich vom Vogelgezwitscher um mich herum geweckt. Das war herrlich! 

Nach einem kleinen Frühstück machte ich mich weiter auf meinen Weg. Nächstes Etappenziel: Solothurn. 
Diese Etappe war wirklich anstrengend. Erst ging es ziemlich lange steil bergauf, danach wieder sehr steil bergab (und das ist auch anstrengend...), und danach sehr weit in der prallen Sonne im Tal bis nach Solothurn. 
Völlig fertig erreichte ich nach über 30 km Fußmarsch die Stadt und musste feststellen, dass dort grade die jährlichen "Bike Days" statt fanden. Mich beschlich sofort das Gefühl, dass in der Jugendherberge, in der ich eigentlich unterkommen wollte, kein Bett mehr frei sein würde. 
Dort angekommen bestätigte die Dame an der Rezeption meine Befürchtung und eröffnete mir, dass ich auch in den restlichen Hotels und Pensionen kein Glück haben würde. 
Also blieb mir nichts anderes übrig als noch einmal 2 km weiter zu laufen um auf ein freies Plätzchen auf dem Campingplatz zu hoffen. 
In Ortschaften ist Wildcampen nämlich auf jeden Fall verboten und meine Motivation noch weiter zu laufen, bis ich draußen in der Natur einen Zeltplatz finde, war gleich null. 
Aber ich hatte Glück. Auf dem Campingplatz wurde noch eine Ecke für mein kleines Zelt gefunden. 
Und Wlan gab es sogar auch... :)

Nach einer erholsamen Nacht (im Tal ist es ja zum Glück nachts nicht so kalt...) bin ich gespannt, wo es mich heute hin verschlägt. 
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Grüezi aus der Schweiz


Ich bin in Basel! Das bedeutet, dass ich in der Schweiz angekommen und somit einmal komplett durch Deutschland gelaufen bin! Aber nicht nur das!
Ich habe heute auch die 1000km-Marke überschritten! 

Und pitschenass geworden bin ich auch... 
Man, war ich froh, dass ich gleich heute morgen meine Regenklamotten angezogen habe. 

Inzwischen bin ich aber wieder getrocknet und habe mir zur Belohnung noch einmal ein Hotelzimmer gesucht. 
Ab sofort werde ich nämlich versuchen öfter zu Zelten, denn in der Schweiz ist Wildcampen größtenteils erlaubt. 

Für heute Abend nutze ich aber erstmal das freie Wlan, bevor ich dann die nächsten Tage wohl offline verbringen muss. 

Wundert euch also nicht, wenn die Beiträge jetzt plötzlich ein paar Tage auf sich warten lassen. 
In der Zwischenzeit laufe ich weiter Richtung Lausanne, wo ich dann auf den Via Francigena treffen werde. 

Sobald ich wieder Wlan habe, melde ich mich. 
Bis dahin: Liebe Grüße aus der Schweiz! :)
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Wiese der Gelassenheit


Die heutige Etappe führte mich mitten durch den Schwarzwald nach Kandern. 

Ich muss sagen: Die Landschaft hier gefällt mir wirklich gut! Und das Wetter hat auch mitgespielt. 
Heute morgen war zwar gegen Nachmittag Regen angesagt, ich konnte aber den ganzen Tag keine einzige dunkle Wolke am Himmel erkennen. 

Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu erzählen. Es war einfach ein schöner Tag und ich bin von einem Ort zum andern gelaufen. 
Das spannendste dabei war warscheinlich die Begegnung mit einem Haufen Ziegen und Schafe, die auf einer wunderschönen, riesigen Wiese eine unglaubliche Gelassenheit ausstrahlten. 
Es hat mir eine riesen Freude bereitet die vielen kleinen Lämmern und Zicklein zu beobachten, während ich auf einer schattigen Bank eine Pause einlegte.
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Es geht weiter


Ich muss zugeben: Bei dem Gedanken daran gleich 25 km nach Staufen im Breisgau zu laufen, fiel es mir heute morgen doch etwas schwer aus dem gemütlichen Bett aufzustehen. 
Nach einem ausgiebigen Frühstück sah die ganze Sache aber schon wieder anders aus und ich setzte mich bei schönstem Wanderwetter in Bewegung. 

Unterwegs ließ ich das vergangene Wochenende natürlich nochmal Revue passieren. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie unglaublich diese 3 Tage waren! 
Ich habe tolle neue Freundschaften geschlossen, war bei Autogrammstunden, einer unvergesslichen Karaoke-Party, einem Meet&Greet mit Timothy Omundson und hatte bei den Panels der Schauspieler super viel Spaß, habe aber auch die ein oder andere Träne vergossen! 
Travis Aaron Wades Panel war wirklich herzergreifend! 
Er ist so ein unglaublich netter, von Herzen guter Mensch und im Nachhinein kann ich sagen, dass die Unterhaltung mit ihm wirklich der Höhepunkt der Convention für mich war! Und mit seinem Autogramm ("Run, Sally, Run") hat er bei mir und meiner Leidenschaft für Filme natürlich voll ins Schwarze getroffen! :)

Aber genug von meinem hoffnungslosen Fangirl-Dasein! Jetzt wird weitergewandert! 

Die Strecke nach Staufen war wirklich schön und auch nicht allzu weit, also konnte ich gemütlich gehen und das Wetter und die schöne Landschaft genießen. 

Meine Tierbeobachtungsliste kann jetzt um Schildkröten erweitert werden. 
Undzwar nicht im Sealife, irgendeinem Zoo, oder Garten. Mitten im Wald in einem Weiher saßen ein paar Schildkröten und sonnten sich auf einem großen Stück Holz. 
Warum auch nicht... :)
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900 km!!!


900 km geschafft! 
Nicht mehr weit, dann bin ich tatsächlich 1000 km gelaufen! Cool!

Bevor es soweit ist, mache ich aber erst nochmal ein paar Tage Pause. 
Morgen laufe ich noch nach Freiburg im Breisgau und von dort aus fahre ich erstmal mit dem Fernbus in die komplett falsche Richtung. Und zwar nach Düsseldorf. 

Noch bevor überhaupt feststand, dass ich wirklich nach Rom laufe, habe ich nämlich ein Ticket für die "Purgatory Convention" in Düsseldorf ergattert. 
Für alle die es nicht wissen: eine Convention ist ein mehrtägiges Treffen für Fans eines bestimmten Themas. Es gibt Gespräche, Fotoshootings und Autogrammstunden mit Stargästen,  Merchandise-Stände, Themen-Partys und noch viel mehr. 
Und wie sollte es bei mir anders sein: Auf der "PurCon" dreht sich alles um "Supernatural"! 
Ein Leben ohne diese Serie und ihre Figuren kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. 
Deshalb freue ich mich unglaublich auf ein tolles Wochenende mit vielen anderen Fans, Schauspielern aus der Serie und vor allem mit Kerstin, mit der ich mir das Wochenende über ein Hotelzimmer teile. 
Wir werden von Freitag bis Sonntag super viel Spaß haben, extrem Fangirlen (spätestens wenn wir Misha Collins treffen...), unmengen von neuen Freundschaften schließen und einfach ein ganzes Wochenende rund um "Supernatural" genießen! 

Sonntag Nacht fahre ich dann wieder zurück nach Freiburg. 
Da ich auf der "PurCon" aber voraussichtlich recht wenig Ruhe bekomme, werde ich mich am Montag erstmal in der Jugendherberge einquartieren und Schlaf nachholen. :)
Am Dienstag kann ich mich dann frisch und ausgeschlafen weiter in Richtung Schweiz und vor allem Richtung Kilometer 1000 machen!!! 

Bis dahin gibts also erstmal nichts von mir zu lesen. 
Ihr dürft aber gespannt sein, was ich nach dem Wochenende dann alles zu erzählen habe. Ich bin es auch... :)
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Wanderleben


Ahhh! Was hab ich die Aussicht genossen! 
Endlich gings wieder den Berg hoch! 
Nachdem ich die letzten Tage wirklich nur in der Ebene auf geteerten Radwegen von Dorf zu Dorf unterwegs war, habe ich mich richtig gefreut auf Waldwegen so richtig steil bergauf zu laufen! Klingt komisch, is aber so... :)

Und endlich mal wieder eine schöne Aussicht hat natürlich auch nicht geschadet. Diese ewig gleich aussehenden Felder haben schon fast angefangen zu nerven...

Das Wetter hat mir heute allerdings zu schaffen gemacht. 
Als ich losgegangen bin, war es unglaublich schwül und sah so aus, als würde es jeden Moment anfangen zu regnen. Gefühlt war es viel zu warm und drückend draußen um überhaupt irgendwelche Klamotten anzuziehen. Trotzdem entschied ich mich natürlich für Hose und T-Shirt. :)
Die Frage war nur: Regenjacke, oder nicht? 
Und ich hab natürlich aus Faulheit falsch entschieden und die Regenjacke übergezogen, weil ich meinen Rucksack bei einsetzendem Regen nicht erst absetzen wollte. 
Kaum war ich einen Kilometer gelaufen, fühlte ich mich wie in einer Sauna und dachte ich zerfließe gleich wie warm gewordene Schokolade! Es war so unglaublich warm unter der Jacke! 
Also setzte ich meinen Rucksack auf der nächsten Parkbank ab und schälte mich aus der Regenjacke, die auf meiner Haut klebte wie ein nasses Pflaster! 
Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, fing es genau in dem Moment an zu Regnen! Das war mir dann aber egal. Die Jacke hätte ich sicher nicht nochmal übergezogen. Da nahm ich lieber das nasse T-Shirt in Kauf. Warm genug, dass es schnell wieder trocknen würde, war es ja allemal. 
So. Und jetzt habe ich einen ganzen Eintrag über die Entscheidung, ob ich eine Regenjacke anziehe, oder nicht, geschrieben. Jetzt wisst ihr auf welche weltbewegenden Probleme sich das Leben beim Wandern reduziert. 
Meine größte Sorge ist es, dass mir unter meiner Regenjacke zu warm wird... :)

Naja, jetzt hab ich erstmal wieder ein paar Berge vor mir und werd mich nach ein paar Tagen warscheinlich wieder nach Flachland sehnen... :)
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Vive la France!


Was mir heute vormittag passiert ist, ist schon fast unglaublich! 
Ich ging ganz unbedarft durch ein kleines Dorf, als ich hinter mir eine Frau mehrmals "Hallo" rufen hörte. 
Natürlich ging ich davon aus, dass sie nicht mich meinte. Warum auch...
Aber neugierig wie wir Menschen sind, habe ich mich natürlich doch ungedreht, um zu sehen, was da los ist. 
Und die Frau rief tatsächlich nach mir. 
Ich dachte, ich hätte vielleicht etwas verloren, oder ähnliches und ging zu ihr zurück. 
Als ich vor ihrer Haustür angekommen war, verlangte sie von mir kurz zu warten und verschwand im Haus. Eine Minute später kam sie mit einer Tasse Kaffee und einer Flasche Wasser zurück und drückte mir beides in die Hand. 
Wie super ist das denn bitte???
Natürlich hat die Frau die Chance genutzt und mich ausgefragt, aber das war mir egal. Ich hatte ja Kaffee... :)

Nach diesem netten Erlebnis war es auch nicht mehr weit bis zu meinem Etappenziel Kehl. 
Heute hatte ich mir mit Kehl extra eine kurze Etappe zurechtgelegt, damit ich den Nachmittag nutzen kann um mir das benachbarte Straßburg anzusehen. 

Also habe ich meinen Rucksack in einer Pension abgeladen, bin über die Europabrücke zu Fuß nach Frankreich eingereist und habe mir die schöne Innenstadt inklusive Straßburger Münster angeguckt. 
Es war lustig einfach nur über eine Brücke zu laufen und sich in einem anderen Land wiederzufinden. Klar, Frankreich ist jetzt nicht sooo anders als Deutschland, trotzdem habe ich plötzlich kein Wort mehr verstanden und konnte mit Hinweisschildern auch nichts mehr anfangen. :)
Den Weg habe ich dennoch irgendwie gefunden und mir als Belohnung ein paar Macaron gegönnt! Das warscheinlich bunteste und leckerste Gebäck der Welt! 
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Ein wunderbarer Tag


Heute fiel es mir besonders schwer meine Erlebnisse in passende Worte zu fassen. 
Dieser Tag war so wunderbar! 

Katrin hat mich auf der Etappe nach Rheinau begleitet und wir hatten wirklich viel Spaß dabei! 

Das Tolle dabei: Katrin hat aufgrund ihrer Mukoviszidose-Erkrankung gedacht, sie würde vielleicht 12 km mit mir mitlaufen. Aber sie hat die ganzen 22 km scheinbar mühelos hinter sich gelassen und somit fast doppelt soviel geschafft!!! 
Und dabei strahlte sie so eine ansteckende Energie und Freude aus, dass die 5 1/2 Stunden wie im Flug vergingen! 

Seit Januar bekommt Katrin neue Medikamente, die ihr wirklich helfen und somit ihr Leben verändert haben. 
Und soetwas wird durch Spenden ermöglicht, die in die Forschung investiert werden. 
Es war so unglaublich toll für mich, zu sehen, was die Spenden, die durch diese Wanderung zusammen kommen, bewirken können!!! 

Ich werde niemals vergessen, wie die Augen dieser jungen Frau aufleuchten, wenn sie über ihre neuen lebensverändernden Medikamente spricht und mit welcher Energie und Kraft sie gelernt hat mit ihrer Krankheit zu leben. 

Die Devise ist: Niemals aufgeben! 
Vor allem nicht sich selber! 
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Hitze und Flachland


Also langsam, aber wirklich gaaanz langsam, gewöhn ich mich an die Hitze. 
Trotzdem muss ich ständig Pausen machen und denke jeder Tropfen, den ich trinke, verpufft sofort wieder! 

Und ich muss sagen: Langsam wird die Landschaft etwas langweilig... 
Ich gehe sehr viel auf geteerten Radwegen entlang oder durch kleine Dörfer durch. Und immer ist die Landschaft flach und besteht nur aus Feldern und ab und zu mal einem Stückchen Wald. 

Ok. Wenn ich jetzt noch Berge auf und ab gehen müsste, wäre mir sicherlich noch viel wärmer. 
Aber da weiß man wenigstens warum man schwitzt und wird dafür mit einer tollen Aussicht belohnt. 
So laufe ich immer nur stupide geradeaus und hoffe auf ein Fleckchen Schatten. 

Gaaaanz weit entfernt sehe ich aber schon einen Hauch von Bergen. Es geht also bald, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder bergauf. 
Allerdings wette ich mit euch, dass ich mich in der Schweiz wieder ins Flachland zurückwünschen werde... :)

Die heutige Etappe ging zwar nach Rastatt, die Nacht verbringe ich aber in Waldbronn. Hier wohnt eine Mukoviszidose-Patientin, die durch ihren Lübecker Onkel von meiner Wanderung erfahren hat. 
Sie hat mir vor ein paar Tagen eine Mail geschrieben und mir eine Unterkunft bei ihr und ihrem Mann zuhause angeboten. 
Und wie der Zufall so will, führte mich meine Strecke natürlich ganz in ihrer Nähe vorbei. 
So haben mich die beiden kurzerhand in Rastatt abgeholt, mir ein wenig die Gegend gezeigt und mir ein gemütliches Lager für heute  Nacht eingerichtet. Inklusive abendlichem Grillen und Kuchen zu später Stunde. 
Besser gehts gar nicht! 
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Mir ist warm...


Heute ist mir wirklich warm geworden! 
Die Etappe nach Wörth am Rhein führte mich durch viele kleine Dörfer, verbunden durch Radwege ohne Schatten. 
Also hab ich auf den Radwegen immer ordentlich Gas gegeben, damit ich unterwegs nicht verbrenne und einfach zu Staub zerfalle. 
Und in den Ortschaften bin ich immer möglichst dicht an den Häuserwänden entlang gelaufen, um wenigstens etwas Schatten abzubekommen. 
Auch wenn meistens nur genug Schatten für einen Arm da war. Naja, immerhin etwas... :)

Gegen Ende der Etappe durfte ich dann doch noch ein paar Meter durch einen schattigen Wald gehen und hab mir dabei besonders viel Zeit gelassen.

Kilometer 800 musste ich dann allerdings wieder in der prallen Sonne hinter mich bringen. 
Ich hab mich trotzdem gefreut. 

Der Wetterbericht für die nächsten Tage strotzt nur so vor Sonne und ich sehe das Mal als Vorbereitung auf Italien. Da wird es ja wohl auch eher weniger kalt... 
Morgen ziehe ich auf jeden Fall gleich eine kurze Hose an! :)
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Mehr-Nationen-WG


Die heutige Etappe nach Germersheim war wirklich unspektakulär. 
Das Wetter war schön, ich setzte einen Fuß vor den anderen und hab sonst weiter nichts erlebt. 
Aber solche Tage muss es ja auch geben. :)

Dafür bin ich heute bei wirklich netten Couchsurfing-Gastgebern gelandet. Einer WG aus mehreren Studenten (ich glaub es waren 7...) verschiedener Nationen. Am Tisch wurde Deutsch, Französisch und Spanisch gesprochen und ich hab manchmal rein gar nichts verstanden... :)
Trotzdem hatte ich einen wirklich schönen Abend mit sehr interessanten Menschen. 
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Limburgerhof ist nicht genug!


In Worms habe ich in einer sehr hellhörigen Jugendherberge übernachtet. 
Nachdem ich heute morgen also vom schrägen Duschgesang aus dem Nachbarzimmer geweckt wurde, bin ich früh aufgestanden und habe mich nach dem leckeren Frühstück auf den Weg nach Limburgerhof gemacht. 

Die Sonne schien und es war bestes Wanderwetter! Warm mit einer leichte Brise. 
Also hieß es Hosenbeine und Hemdärmel hochgekrempelt, Sonnenbrille auf, und losgelaufen. 
Dazu kam, dass ich auf der Strecke quasi keine Höhenmeter bewältigen musste und einfach laufen konnte. 
In null Komma nichts war ich in Limburgerhof angekommen. 
Da dort allerdings eher weniger los ist, entschied ich mich dazu noch einen kurzen Nachmittagsausflug nach Speyer zu machen. 
Und dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt! Der Dom ist sehr beeindruckend und wirklich sehenswert. 
Richtig viel Spaß hatte ich dann im Sealife Center! Ich habe Haie, Schildkröten und Seepferdchen beobachtet, Rochen gefüttert und Seesterne und Garnelen gestreichelt! Kein Scherz! Die haben da ein Anfassbecken. Das war wirklich lustig! :)
Für solche Sachen kann ich mich einfach begeistern wie ein kleines Kind und stundenlang staunend duch die Gegend laufen... 

Nachdem ich dann noch ein wenig am Rhein spazieren gegangen bin, fuhr ich zurück zu meiner Unterkunft. 
Jetzt freue ich mich über den gelungenen Tag und bin gespannt, was mich morgen erwartet. 
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Regen und Rückenwind


Na toll. Da hab ich mich grad noch mit meinen Gastgebern darüber unterhalten, dass es heute zum Glück nicht ganz so viel regnen soll, und prompt als ich den ersten Fuß aus der Tür setze, fängt es an zu Schütten! 
Und bis 12:30 Uhr hat es auch nicht wieder aufgehört. 
Naja, einen Vorteil hat der Regen ja: ich gehe schneller und mache nur sehr wenig Pausen. 
Trotzdem ist mir Sonne lieber... 

Aber irgendwann hat es ja aufgehört zu Regnen und ich konnte die Etappe noch richtig genießen. Und als ich dann auch noch Rückenwind hatte, bin ich quasi nach Worms geflogen! :)
Ich war dann auch schon gegen 15 Uhr da und konnte mein Zimmer in der Jugendherberge beziehen. Mit Blick auf den Dom! Sozusagen als Entschädigung für den verregneten Vormittag. 

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Back on the road again...


So. Jetzt ist die Sonne endlich da! 
Auf der Etappe nach Gau-Odernheim hab ich ordentlich Farbe bekommen. Aber keine Angst: Einen Sonnenbrand konnte ich abwenden. 

Ansonsten hab ich mich gefreut wieder unterwegs zu sein. 
Nicht, dass ich das Wochenende mit meinen Großeltern nicht genossen hätte. Es war wirklich sehr schön! 
Trotzdem ist das Wandern in den letzten Wochen zu meinem Alltag geworden und das "Unterwegssein" hat mir ein bisschen gefehlt. Mein Endziel ist ja immernoch Rom und ich bin voll motiviert dieses Ziel auch zu erreichen. 

Die heutige Strecke hat mich aber erstmal über eine Menge trockene Feldwege nach Gau-Odernheim geführt. Es gab nur sehr wenig Schatten und meine Schuhe sind jetzt ordentlich eingestaubt. 
Also heißt es für mich heute Abend eine Runde Schuhpflege. Die sollen ja noch ein bisschen durchhalten... 
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Kurze Etappe zu meinen Großeltern


Die heutige Etappe wird wohl die Kürzeste der ganzen Wanderung gewesen sein. 
11 Kilometer. 
Die Strecke war aber mit Absicht so kurz. 
Und zwar Erstens: weil die Etappe gestern sonst zu lang geworden wäre, und Zweitens: weil ich so relativ früh in meinem Tagesziel Gau-Algesheim und somit bei meinen Großeltern angekommen bin. 
Anfangs führte mich die Strecke noch ein letztes Mal am Rhein entlang, bevor ich ins Landesinnere abbog und zwischen Wiesen, Feldern und Obstbäumen entlangschlenderte (heute hab ich mir echt Zeit gelassen...). 
In Gau-Algesheim musste ich dann nur noch einen letzten Berg erklimmen, bevor ich mit den letzten Schritten die 700 km-Marke erreichte und endlich vor der Haustür meiner Großeltern stand. 
Das zweite große Zwischenziel ist erreicht! 
Hier ist jetzt erstmal Pause angesagt. 
Und da ich bisher noch gar keinen Ruhetag eingelegt habe, mache ich doch einfach zwei... :) 
Am Montag geht's dann weiter. 
Bis dahin: liebe Grüße an all die fleißigen Blog-Leser! Ich freue mich immer sehr über eure Kommentare! 
Allerdings freue ich mich jetzt erstmal auf leckeres Essen und ein gutes Glas Wein! :)
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Ohne Regenjacke auf der Steckeschlääferklamm


In den letzten Tagen war ich immer in Regenjacke unterwegs. Heute nicht! 
Endlich hat sich das Wetter gebessert! 

Die heutige Etappe ging nach Bingen am Rhein und war eigentlich als sehr einfache Etappe geplant. Immer am Rheinufer entlang. 

Aber da ich bin wie ich bin, entschied ich mich kurzfristig doch dazu einen Umweg von ein paar Kilometern (und vor allem Höhenmetern) zu machen, um ein paar alt bekannte Plätze zu besuchen. 

Allerdings kam ich doch ganz schön schnell ins Schwitzen, da ich natürlich auch nicht die Straße nach oben nahm, die sich in langen Bögen den Berg hoch windet. Nein, ich muss natürlich die kleinen Pfade nehmen, die immer schön steil direkt den Berg hoch gehen... :)

Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, denn ich wurde mit einer wirklich wunderbaren Aussicht belohnt! 
Und nicht nur das: Auf dem Weg wieder nach unten kam ich an der Steckeschlääferklamm, der Villa Rustica und dem Prinzenkopf vorbei. 

Die Steckeschlääferklamm ist ein Waldweg im schönen Morgenbachtal, der über viele kleine Brücken immer am Bach entlang führt und von über 60, in die Bäume geschnitzen, Gesichtern gesäumt ist. An diesem Ort bin ich schon als Kind gerne gewesen. 

Nicht weit davon entfernt befindet sich die Villa Rustica. Die Ausgrabungsstätte eines alten römischen Landgutes. 
Hier kann man die Grundmauern des Hauses, die Begrenzung des dazugehörigen Geländes und einige andere interessante Überbleibsel aus der Vergangenheit entdecken. 

Als letztes führte der Weg auf den Prinzenkopf, von dem aus ich nochmal einen herrlichen Blick auf den Rhein, den Mäuseturm und vor allem meine Lieblings-Burgruine Burg Ehrenfels hatte, bevor ich kurz danach in Bingen am Rhein ankam. 
Und das alles bei bestem Wanderwetter! So muss das sein! :)

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf morgen. Da komme ich nämlich in Gau Algesheim und somit auch bei meinen Großeltern an. :)
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Dunkle Gänge und enge Gassen


Heute war wirklich ein toller Tag! 
Die Etappe nach Oberwesel war zwar nicht weit (21 km), hatte dafür aber viel zu bieten! 

Erst ging es ein paar Kilometer direkt am Rheinufer entlang, auf denen ich den Blick durchs Rheintal schweifen lassen konnte. 

In St. Goar habe ich mich dann den Berg hochgearbeitet um die Burg Rheinfels zu besichtigen. 
Diese Burg kenne ich schon von früheren Besuchen und weiß: Sie ist immer ein Erlebnis wert! 
Eigentlich ist es nur noch eine Burgruine. Das Areal ist aber riesen groß und es sind noch eine Menge Grundmauern, einzelne Räume und zahlreiche über- und unterirdische Gänge erhalten. Am Eingang bekommt man eine Karte in die Hand gedrückt und kann das Gelände dann auf eigene Faust erkunden. 
Netterweise durfte ich meinen Rucksack bei der Dame an der Kasse abgeben und konnte mich ungehindert in den schmalen Gängen und verwinkelten Gassen verlaufen... :)
Hinter jeder Ecke gab es einen neuen Tunneleingang oder eine Treppe ins darüber- oder darunterliegende Stockwerk. 
Zum Glück hatte ich daran gedacht meine Taschenlampe mitzunehmen. Ein paar der Gänge sind nämlich wirklich stockfinster und führen ins Innere der Burg. 
Nachdem ich bestimmt zwei Stunden damit verbracht habe mir wirklich jede kleine Ecke anzusehen, und es mal wieder anfing zu Regnen, machte ich mich dann doch irgendwann wieder auf den Weg zum Ausgang. 

Aber nur wenige Kilometer nach Burg Rheinfels wartete schon das nächste Highlight auf mich. Auf der anderen Rheinseite war der Loreleyfelsen zu sehen. Endlich! 
Darauf hatte ich mich schon gefreut, seit ich in Lübeck losgelaufen bin. 
Ich weiß nicht warum (oder vielleicht eher: "ich weiß nicht, was soll es bedeuten"...) , aber dieser Felsen und die dazugehörige Sage haben schon immer eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. 
Er ist für mich einfach das Sinnbild für die ganze Sagen- und Märchenreiche Rhein-Region. 

Jedenfalls war es nach dem Loreleyfelsen nicht mehr weit bis Oberwesel und es hieß noch ein letztes Mal steil bergauf, bevor ich die Jugendherberge direkt neben der Schönburg erreichte. 
Hier habe ich vor zwei Jahren schonmal übernachtet und kann mich noch sehr gut an das leckere Frühstück erinnern. 
Ich hoffe daran hat sich nichts geändert... :)
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Endlich Zuhause! :)


Jetzt! Jetzt bin ich endlich an dem Rhein angekommen, an dem ich Zuhause bin! Heute morgen bin ich an Koblenz vorbei, über die Mosel und somit ins obere Mittelrheintal gewandert. 
Diese Gegend wird für mich immer die Schönste sein!
Nachdem ich gestern unbemerkt Kilometer 600 hinter mir gelassen habe (juhuu!), gings heute mit guter Laune bei schlechtem Wetter weiter. 
Obwohl: Anfangs war das Wetter noch ganz schön und ich konnte sogar vereinzelt die Sonne zwischen den Wolken entdecken. 
Das hat sich aber schnell geändert und ich wurde auf meiner Strecke mal wieder von heftigen Hagelschauern begleitet (warum muss es immer Hagel sein...?). 
Ich zog mir also meine Kapuze tief ins Gesicht und kämpfte mich gegen den eiskalten Wind über Felder und durch kleine Ortschaften, bis ich wieder in den Wald kam. 
Und da stand sie plötzlich vor mir!
Die Schutzhütte in der ich schon 2014 auf dem RheinBurgenWeg eine Pause gemacht habe. 
Es war wie eine Erleichterung, etwas Bekanntes zu sehen. Ein bisschen wie "nach Hause kommen". 
Und als wäre das nicht genug, besserte sich das Wetter und ich konnte meinen Weg sogar bei Sonnenschein fortsetzen. 
Voller Vorfreude steuerte ich auf den Vier-Seen-Blick (Foto) zu, ließ danach die Seilbahn in den Ort links liegen und machte mich auf den Weg Richtung Etappenziel Boppard.  
Nach drei Wochen auf neuen Wegen, in neuen Landschaften und mit vielen neuen Bekanntschaften, freute ich mich wirklich in einer mir bekannten Gegend unterwegs zu sein. 
Im Kopf schmiedete ich schon Pläne, an welchen geliebten Burgen, Schlössern und Sehenswürdigkeiten ich in den nächsten Tagen vorbei kommen würde. 
Da hat es mich dann auch nicht mehr gestört, dass es beim Abstieg nach Boppard dann doch nochmal angefangen hat so richtig aus Eimern zu Schütten... :)
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Sally: 1, Baum: 0


Bisher habe ich meinen Wanderstock noch gar nicht gebraucht und dachte schon ich hätte ihn umsonst mitgenommen. 
Aber heute war ich wirklich froh, dass ich den Stock dabei hatte! 

Ich musste mich heute auf einem ziemlich schmalen, und anscheinend schon länger nicht mehr genutzten, Pfad direkt am Berghang mehr oder weniger "durchschlagen". Rechts von mir ging es steil nach oben in den Wald, links von mir steil nach unten. 
Ab und zu lag ein umgestürzter Baum über dem Weg und ich musste mir mit dem sperrigen Rucksack auf dem Rücken immer wieder einen geeigneten Weg über den Stamm oder unter den Ästen durch suchen. 
Ein Baum lag aber so ungünstig, dass ich da selbst ohne Rucksack nicht durchgekommen wäre. 
Also musste ich mich ein Stück durch den Wald nach oben kämpfen, um dort über den Stamm steigen zu können. 
Und das wäre ohne meinen Wanderstock auf jeden Fall nach Hinten losgegangen! Warscheinlich wäre ich schon nach dem ersten Meter auf dem weichen, regennassen Laubboden wieder runtergerutscht, hätte mich nicht halten können und wäre den Abhang runtergeflogen, bis es nicht mehr weiterging. 
Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit gewesen den Baum zu umgehen.
Ob ich danach noch hätte weiterlaufen können, ist allerdings eine andere Frage...

So war mir mein Wanderstock ein wertvoller Gehilfe und ich habe es unbeschadet nach oben, über den Baumstamm und wieder runter auf den Weg geschafft. 
Dass dieser danach völlig von Dornengebüsch überwuchert war, war eine weniger tolle Belohnung... 
Aber auch hier war mir der Stock eine Hilfe und ich habe den Weg ohne Kratzer im Gesicht in freundlichere Gefilde verlassen können. :)

Nach dieser doch etwas herausfordernden Etappe freue ich mich jetzt auf ein warmes Essen und ein gemütliches Bett in Mülheim-Kärlich. Ich bin gespannt, was morgen so alles auf mich wartet... 
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Hmm...


Der heutige Tag war so eine Mischung aus entspannt und mühsam. 
Ich kann mich einfach nicht entscheiden.

Einerseits war die Etappe im Gegensatz zu gestern relativ kurz (23 km), es ging nicht großartig bergauf, oder bergab und ich konnte schön am Rheinufer entlanglaufen. Andererseits war das Wetter einfach nur kalt und ungemütlich, es hat immer wieder angefangen zu Regnen und zu Hageln und die Fähre über den Rhein war nicht da, wo sie eigentlich sein sollte, (irgendwie scheine ich kein Glück mit Fähren zu haben...).

Trotzdem bin ich schon gegen 16 Uhr in Bad Breisig angekommen. 
Also ist auf jeden Fall der Abend entspannt, egal wie der Rest des Tages aussah. :)

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Endlich am Rhein!


Aaalso: ich bin gestern von der Jugendherberge nach Gummersbach gelaufen. Dort habe ich mich in den Zug gesetzt und bin nach Rösrath gefahren, wo ich bei sehr netten Leuten, die ich im Winter auf der Höllensteinhütte kennengelernt habe, übernachtet habe. 
Zusammen sind wir am Abend nach Köln gefahren, waren in einem Brauhaus und danach bei einer sehr interessanten Führung in der romanischen St. Andreas-Kirche mit anschließendem Orgelkonzert. 
Ich war zum ersten Mal im Kölner Dom, habe zum ersten Mal Kölsch getrunken und zum ersten Mal "Himmel un Ääd" gegessen. 
Es war also viel los gestern. 

Die Etappe nach Gummersbach war eher unspektakulär, dafür war der Abschluss in Köln umso besser! 
Nochmal vielen Dank für diesen wirklich schönen Abend, der mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird! 

Heute morgen wurde ich dann netterweise bis zur südlichsten Rheinbrücke von Köln gefahren. 
Diese ganze Fahrerei ist übrigens kein Schummeln, ich "muss" dadurch sogar noch eine Etappe mehr laufen...

Jedenfalls hat es heute morgen ganz schön geregnet und ich habe in voller Montur besagte Brücke überquert. Als ich auf der anderen Seite ankam, hat es prompt aufgehört zu Regnen und ich konnte bei trockenen Wetter die 35 km bis Königswinter laufen. 
Und die waren am Ende verdammt anstrengend für meine armen Füße! 
Aber es hat sich gelohnt, denn ich bin jetzt endlich am Rhein angekommen und kann die wunderschönen Aussichten genießen, die ich so vermisst habe! 
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, weil es für mich jetzt schon unglaublich ist, dass ich es zu Fuß bis hier her geschafft habe! 

Ich habe meine Wanderung in kleine Zwischenziele eingeteilt, damit ich immer etwas habe, auf das ich hinarbeiten kann und nicht erst in Rom am Ziel bin. Und der Rhein war das Erste dieser Zwischenziele, das ich nun erreicht habe. Ich bin stolz auf mich! :)
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Ohne Internet in Olpe


So. Gestern gab es keinen Blog-Eintrag, weil ich schlicht und einfach kein Internet hatte. 
Ich habe in der Jugendherberge außerhalb von Olpe übernachtet. 
Die Jugendherberge ansich war sehr schön und schon fast wie ein günstiges Hotel, es gab halt nur kein Wlan. Und da die Herberge wirklich weit außerhalb der Ortschaft ist, hatte ich zu wenig Empfang, um übers mobile Netz etwas hochzuladen.
 
Aber gewöhnt euch schonmal dran. Sobald ich im Ausland bin, gibt es nur noch Einträge, wenn ich Wlan habe. Es können also mal ein paar Tage vergehen, ohne dass ihr was von mir hört. 

Die Etappe nach Olpe jedenfalls war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Es ging den ganzen Tag bergauf und bergab. Und nebenbei schien mir die pralle Sonne auf den Kopf. Nicht falsch verstehen: Sonne ist super! Aber ich bin irgendwann dann doch echt ins Schwitzen gekommen. 
In der italienischen Hitze kann es also lustig werden... :)

Auf die Liste meiner Tierbeobachtungen können jetzt übrigens auch Eidechsen. Nicht, dass mir diese lustigen kleinen Kerlchen nicht schon des öfteren begegnet wären, aber für diese Wanderung war es eben das erste Mal. Und das zählt. :)

Und noch dazu kommt, dass ich gestern mit den letzten Metern die 500 km-Marke geknackt habe! Wooohooo! :)

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Sonne pur!


So muss das sein! 
Sonnenschein, nicht zu kalt, nicht zu warm, angenehme Wege und vor allem eins: eine wunderschöne Aussicht! 
Die Etappe nach Finnentrop war super! 
Man merkt richtig, dass man in einem Wandergebiet unterwegs ist. 
Gut angelegte Wege, kaum Autos und in regelmäßigen Abständen Sitzbänke und Aussichtspunkte. :)
Und zum Glück weiß ich, dass das so bleiben wird. Denn in einigen Tagen erreiche ich den Rhein und wandere wieder auf dem RheinBurgenWeg. 
Auf diesem "Prädikatsweg" (ja, das ist die offizielle Bezeichnung) war ich 2014 schon zwischen Bingen und Koblenz unterwegs. Und das hat sich wirklich gelohnt! Ich hab also was, dass mich in den nächsten Tagen auf jeden Fall motivieren wird. 
Jetzt freue ich mich erstmal auf ein gemütliches Bett bei meinen heutigen Couchsurfing-Gastgebern. Morgen gehts zur Jugendherberge Biggesee. 
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Im schönen Sauerland


In den letzten Tagen bin ich immer wieder auf Kaninchen, Hasen und Rehe getroffen. 
Heute war es ein Wildschwein! 
Es suchte fröhlich grunzend im Gebüsch neben dem Wanderweg nach etwas Fressbarem. Als es mich entdeckte, hielt es inne, sah mich kurz an und entschied sich dann schnell in den dichten Wald zu laufen. Und schwupps: 10/ 12 kleine Frischlinge hinterher. Die waren vielleicht süß! :)

Der Rest der heutigen Etappe nach Meschede war auch sehr schön. Ich laufe momentan durch das Sauerland und die Landschaft ist wirklich sehenswert. Endlich sind auch die Wege für Wanderer ausgelegt und nicht mehr von riesigen Fahrzeugspuren völlig zerfurcht, so dass man bei jedem zweiten Schritt Angst hat zwischen den Rillen stecken zu bleiben oder umzuknicken. 

Ich konnte die relativ kurze Strecke ('nur' 23 km) entspannt laufen und die Landschaft genießen. 
Jetzt fehlt nur noch ein wenig Sonnenschein und alles wäre perfekt! 
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Immer diese Sperrgebiete...


Heute musste ich mal wieder durch militärisches Sperrgebiet. Und dabei hatte der Tag so gut angefangen...

Ich wurde per Telefon vom Radio Aktiv aus Hameln interviewt (leider weiß ich nicht genau wann es gesendet wird) und Tilo, den ich über Couchsurfing kennen gelernt habe, hat einen Beitrag über mich auf seinem YouTube-Kanal StadtliveTV veröffentlicht. Vielen Dank nochmal an Tilo, der das alles aus Eigeninitiative organisiert hat. Wirklich super von dir! 

Im Sperrgebiet war dann jedenfalls doch alles ganz ruhig und es war eigentlich sogar ein sehr schöner Weg durch ein naturbelassenes Waldstück. Trotzdem empfinde ich es immer als unangenehm an den ganzen Warnschildern entlangzulaufen, immer im Hinterkopf, dass hier 'Krieg gespielt' wird. Aber vielleicht hab ich auch einfach nur eine falsche Vorstellung davon, was auf diesen Übungsplätzen so passiert...

Der Rest der Weges führte mich über Felder und entlang der Landstraße nach Rüthen. Hier übernachte ich heute wieder bei Couchsurfing-Gastgebern. 
Etwa 4 km vor meinem Etappenziel hielt zum ersten Mal ein Autofahrer am Straßenrand und fragte, ob er mich mitnehmen solle. 
Gleich vorneweg: ich habe natürlich dankend abgelehnt!
 Nicht etwa, weil ich nicht zu Fremden ins Auto steige (der Herr war sogar sehr nett und hat sich wirklich für die Wanderung interessiert), sondern weil ich mir vorgenommen habe möglichst nur zu Fuß zu gehen. 
Und kurz vorm Etappenziel packt mich immer der Ehrgeiz es noch ins Dorf / in die Stadt zu schaffen. Und ich bin immer stolz auf mich, wieder ohne zu schummeln angekommen zu sein! 
Trotzdem fand ich es sehr nett, dass mich der Herr in die nächste Ortschaft fahren wollte. Auf manch anderer Etappe hätte ich zweimal überlegt wirklich abzulehnen... 
Da bisher noch niemand angehalten hatte um das arme Mädchen mit dem großen Rucksack ein Stück mitzunehmen, habe ich schon am Mitgefühl meiner Mitmenschen gezweifelt. Doch heute wurde ich endlich eines Besseren belehrt...
Gut so. 
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Wie im Comic


Kennt ihr dieses Bild aus Comics, wo jemand einen schlechten Tag hat und von einer Regenwolke verfolgt wird? 

Genauso habe ich mich heute auch gefühlt. 
Ich hatte zwar keinen schlechten Tag (im Gegenteil!), trotzdem hat sich die Regenwolke wacker über mir gehalten. 
Um mich rum schien überall die Sonne, nur über mir hat's geregnet. Das darf doch wohl nicht wahr sein... 
Zum Glück ging dieses Spiel erst kurz vor meinem heutigen Etappenziel Salzkotten los. Davor hatte ich größtenteils trockenes Wetter und teilweise sogar strahlenden Sonnenschein.

Meine gestrige Unterkunft lag glücklicher Weise direkt am Ortsrand und ich fand mich sofort in der Ems-Erlebniswelt wieder. Das Erlebnis habe ich zwar vergeblich gesucht, der Weg durch den Wald war aber trotzdem wunderschön. 
Grade 'früh' morgens (für mich ist das um 9 Uhr...) ist es noch so schön ruhig, man hört nur die Vögel zwitschern und sieht hier und da ein Reh, oder ein Kaninchen zwischen den Bäumen. 
Und das kann doch auch ein Erlebnis sein... :)

Ach ja: 400 km sind geschafft!!! 
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Kein Regentag :)


Die Etappe heute war sehr schön! Kein Regen! :)
Am Ende musste ich zwar kurz wieder an einem Militärischen Sperrgebiet (wie viele gibts davon eigentlich...?) vorbei, aber ansonsten führte mich die Strecke nach Stukenbrock über weite Felder und durch schönsten Wald. 
Anfangs hatte ich allerdings ganz schön mit dem Wind zu kämpfen, der mich immer wieder von der Seite erwischte und fast umwarf. 
Das muss für Außenstehende auf jeden Fall sehr lustig ausgesehen haben, wie ich da mit meinem großen Rucksack versucht habe das Gleichgewicht zu halten... :)
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Regentag


Regen. Mehr kann ich zur heuten Etappe eigentlich nicht sagen. 

Der Weg wäre bestimmt schön gewesen, wenn ich denn was davon gesehen hätte...
Da meine Brille aber entweder komplett mit Regentropfen bedeckt, oder bis in die letzte Ecke beschlagen war, hatte ich nicht wirklich viel Durchblick.
'Brille ab' hat zwar für ein wenig mehr Durchsicht gesorgt, trotzdem hatte ich mehr damit zu tun nicht auf glatten Steinen und Wurzeln auszurutschen, als mir die Umgebung anzusehen. 

Nach 27 km Dauerregen, kam dann kurz vor Lemgo doch noch die Sonne raus. Da war ich allerdings schon völlig durchgefroren und hundemüde. 

Eigentlich wollte ich heute eine extra lange Etappe einlegen und noch weiter bis nach Detmold. 
Aber da hat das Wetter nicht mitgespielt. Unterwegs hat der Regen ja gar nicht so gestört, aber bei jeder kurzen Pause wurde mir in kürzester Zeit so kalt, dass ich schon fast anfing mit den Zähnen zu klappern. Da hätte ich mich sicher erkältet. 

Also habe ich meine Strecken-Planung ein wenig verändert, mir in Lemgo eine Unterkunft gesucht und erstmal heiß geduscht! 

Da nicht nur ich, sondern auch mein Rucksack in Regenklamotten eingepackt war, ist zum Glück nichts nass geworden und ich kann morgen hoffentlich trockenen Fußes weiterlaufen. 
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TREAT YO SELF


So. Da haben wir den Salat! 
Die Fähre, die ich heute eigentlich zur Weserüberquerung nutzen wollte, hat ihren Betrieb vor kurzem eingestellt!
Eigentlich war die heutige Etappe nach Lemgo sowieso schon sehr weit (39 km) und jetzt kommt auch noch ein Umweg von mindestens 10 km drauf. 

Nein Danke! Kurzerhand habe ich meine Planung einfach umgeworfen, den Couchsurfing-Gastgebern in Lemgo abgesagt und mache den Tag zu was Besonderem! Ganz im Sinne von Tom und Donna aus "Parks & Recreation": TREAT YO SELF!

Jetzt sitze ich hier gemütlich in der Sonne, habe nur noch ca. 7 km schönsten Wanderweg direkt am Weserufer vor mir und werde mir nachher in Rinteln ein ordentlichen Hotel suchen und eine Packung Kekse kaufen! 
Mal sehen, was man in Rinteln sonst noch so anstellen kann. Ich glaub ich geh mal ins Kino... :)
Ich lass mir den Tag doch nicht von einer Fähre verderben!

P.S.: Die 300 km-Marke habe ich heute morgen natürlich trotzdem hinter mir gelassen! Whoop, whoop! :)

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Bergauf, bergab


Die heutige Etappe nach Hessisch Oldendorf führte mich endlich bergauf und bergab, auf richtigen Waldwegen, über Stock und Stein. Da hat das Wandern richtig Spaß gemacht! 
Es war zwar auch anstrengend, mit dem Rucksack bergauf zu laufen, dafür ist man umso zufriedener, wenn man's geschafft hat. Zumindest ist das bei mir immer so... :)

Und als ich dann gegen Ende der Etappe noch von einem sehr netten Ehepaar begleitet wurde, ging das Wandern sowieso wie von selbst.

Noch dazu kommt, dass auf der Spendenseite schon über 1000€ für den Mukoviszidose e.V. zusammen gekommen sind! Das ist einfach unglaublich! Vielen, vielen Dank an all die großartigen Unterstützer, die etwas gespendet haben! 
Weiter so! :)
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Schnell mal nach Hannover


Meine Füße haben es genossen, nach nur 14 km nicht mehr weiterlaufen zu müssen. 

Da die Etappe so kurz war, hatte ich im Stadtteil Bemerode allerdings reichlich Zeit zum totschlagen. 
Also habe ich mich zum Bäcker gesetzt, meine Füße nicht weiter bewegt, ein Buch fertig gelesen und ein zweites angefangen, bis meine Tante von der Arbeit kam. 

Die Etappe selber war recht unspektakulär, da ich immer nur am Stadtrand von Hannover entlanglief und es nicht viel Landschaft zu sehen gab. 
Das wird sich heute ändern. Es geht wieder raus aus der Stadt in Richtung Naturpark Weserbergland. 

Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut in Hannover übernachten zu können und meine Tante und meinen Onkel wiederzusehen! 

Ausgeruht kann ich mich jetzt in die langsam aber sicher hügeliger werdende Landschaft aufmachen. :)
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Schöne Etappe nach Isernhagen


Gestern war die Etappe zwar ziemlich lang, dafür auch ziemlich schön. Wenn nicht sogar die Schönste bisher. 
Ich hatte viele verschiedene Wegarten unter meinen Füßen und ging durch schöne Landschaften. Von der Stadt in Celle, über Feld- , Wiesen- und Reitwege, bis hin zu Schotter- und Waldwegen. 
Und nebenbei schien den ganzen Tag die Sonne! 

Das hat nicht nur mir gefallen, sondern anscheinend auch vielen anderen Menschen. Unterwegs traf ich heute endlich nicht nur auf Föster und Bauern in ihren Autos, sondern auf eine Unmenge von Radfahrern und Reitern. 
Gleich am Anfang traf ich den lieben Eugen, der mich sogar kurzerhand eine Stunde lang begleitete und mich mit spannenden Geschichten aus seinem Leben unterhielt. :)
Zusammen überschritten wir die 200 km-Marke! 

Abends kam ich in Isernhagen bei Freunden unter und wir haben noch einen sehr schönen Abend verbracht. 

Die heutige Etappe ist kurz und ich kann mir morgens mal sehr viel Zeit lassen und mein Frühstück richtig genießen. 
Später breche ich nach Hannover auf. 
Darauf freue ich mich sehr, da ich dort bei meiner Tante übernachten werde! 
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Die Qual der Wahl


Heute hatte ich die Qual der Wahl. Entweder ich gehe eine kurze Etappe nach Celle, oder eine lange nach Adelheidsdorf. Da ich über Couchsurfing keine Unterkunft in Adelheidsdorf gefunden habe, habe ich mich kurzfristig dazu entschieden zur weniger weit entfernten Jugendherberge in Celle zu laufen. 
Jetzt ist meine Etappe morgen zwar etwas länger, ich kann den heutigen Nachmittag aber noch nutzen, um ein paar Sachen einzukaufen und meinen Wasser- und Müsliriegelvorrat wieder aufzufüllen, bevor morgen alle Geschäfte geschlossen haben.
 
Der Weg führte mich heute ziemlich lang an der B191 entlang und ich ging die ganze Zeit nur auf geteerten Wegen. 
Das war anfangs, nach den ganzen zerfurchten Forstwegen, sogar recht angenehm. Außerdem schien endlich mal die Sonne und ich habe das Wetter so richtig genossen. 
Da ich über meine Kopfhörer Musik gehört habe, haben mich auch irgendwann die vorbeirauschenden Autos nicht mehr gestört. 
Ich hatte richtig gute Laune und fing sogar an laut mitzusingen. Sehr zur Belustigung der ab und zu vorbeifahrenden Radfahrer... :)

Morgen soll ganz gutes Wetter sein und ich werde die lange Etappe ausgeruht in Angriff nehmen. 
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Ein Reh, mehr nicht...


Wie einigen vielleicht aufgefallen ist, gab es gestern keinen Blogeintrag. Das lag nicht etwa daran, dass ich keine Internetverbindung, oder keine Lust hatte, etwas zu schreiben. Es ist einfach nichts spannendes passiert. 

Die gestrige Etappe war 34 km lang und ich bin einfach nur gelaufen, gelaufen, gelaufen. 
Anfangs ging der Weg durch ein militärisches Übungsgebiet, was mich nur zu gut an eine Etappe von meiner Wanderung auf dem Rheinsteig erinnert hat. Da bin ich zwar nur an so einem Übungsgebiet vorbei gelaufen und musste nicht direkt durch, trotzdem wurde meine Wanderung eine Stunde lang von Schüssen begleitet. Das war ein sehr unangenehmes Gefühl, also habe ich gestern zugesehen, dass ich dieses Gebiet so schnell wie möglich wieder verlasse, obwohl es glücklicherweise die ganze Zeit still geblieben ist. 
Ansonsten ging es weiter durch den Wald und das Wetter war auch nicht besonders prickelnd. Der Himmel war bedeckt, die Sonne kam nicht einmal raus und damit das Ganze nicht langweilig wird, wurde ich ab und zu von Hagelschauern heimgesucht...
Abends viel ich dann müde in mein Bett in Faßberg, und das wars auch schon. 

Heute war das Wetter zwar nicht wirklich besser (immernoch keine Sonne, aber wenigstens keine Schauer mehr), dafür hat sich die Landschaft ein wenig verändert. Dass ich den ganzen Tag im Naturpark Südheide unterwegs war, habe ich auf jeden Fall an den Pflanzen um mich herum und an der Ruhe gemerkt. 
Den ganzen Weg ist mir heute niemand begegnet, bis auf ein Reh, dass keine 50 Meter von mir entfernt ganz entspannt den Wanderweg überquerte. 

Nach der langen Etappe von gestern kam mir der Weg nach Eschede überraschend kurz vor und ich sitze schon in einem Café und warte, bis meine Couchsurfing-Gastgeberin von der Arbeit nach Hause kommt. :)
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Die ersten 100 km sind geschafft!


Heute morgen habe ich irgendwann die 100 km-Marke überschritten. Es fehlen also nur noch 2900... :)
Die heutige Etappe war recht unspektakulär. 
Als ich von den Lüneburger Straßen in ländlichere Regionen kam, ging es erst relativ lange an einer Landstraße entlang, bis ich auf einen Forstweg in den Wald einbog. 
Das war allerdings wirklich ein Forstweg, der nicht für faule Wanderer wie mich gedacht war, denn auch nach kilometerlangem Laufen war keine einzige Sitzgelegenheit in Sicht. 
Ich habe mir vorgenommen, nur auf Bänken und Baumstämmen am Wegesrand eine Pause zu machen. Nicht, dass es mich stören würde, einfach auf dem Boden zu sitzen, aber so wie ich mich kenne, würde ich mich dann einfach alle 10 Minuten hinsetzen, wenn ich einmal damit angefangen habe...
Also muss ich die Zähne zusammenbeißen, und wenigstens bis zur nächsten Sitzbank oder Bushaltestelle durchhalten. 
Doof nur, wenn da weit und breit nichts zum sitzen ist... 
Also konnte ich erst nach ca. 15 - 20 km eine ordentliche Pause machen. Dafür dann aber richtig. Ich fand eine kleine Hütte mitten im Nirgendwo, die mir einen herrlichen  Windschutz bot. Der pfiff mir heute nämlich ganz schön um die Ohren. 
Gesättigt und gestärkt konnte ich also die letzten Kilometer für heute in Angriff nehmen. Als ich dann auch noch an einer ganzen Herde Heidschnucken vor ihrem Stall vorbei kam, hatte ich so gute Laune, dass ich quasi nach Amelinghausen flog, und noch vor 16 Uhr hier ankam. 
Ich bin froh, dass es heute nur windig war, aber nicht geregnet hat (obwohl es die ganze Zeit stark danach aussah) und dass ich bis zur Hütte durchgehalten hab, ohne mich vorher einfach faul auf den Boden zu setzen! :)
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Zimmersuche in Winsen


Die Nacht im Zelt war zwar recht kalt, aber dennoch erholsam. Ich bin also nicht am Elbufer erfroren! Juhuu! :)
Nachdem ich heute morgen erstmal damit zu tun hatte das Zelt wieder in seine kleinste Form zurück zu falten, drücken und quetschen, konnte die Etappe starten. In Geesthacht habe ich die Elbe überquert und danach ging es immer auf dem Deich entlang in Richtung Winsen (Luhe). 
Da es zum Ende der Etappe anfing sich so richtig schön einzuregnen, freute ich mich auf ein trockenes Zimmer in Winsen. 
Pustekuchen! Es war kein einziges Zimmer mehr frei. Im dritten belegten Hotel war die Dame an der Rezeption so hilfsbereit und hat in allen anderen Hotels der Stadt für mich angerufen. Nirgends war ein freies Zimmer aufzutreiben. 
Der nächstgelegene Campingplatz war 12 km in die Richtung, aus der ich gekommen war, und um in ländlichere Regionen zu laufen, um am Wegesrand zu zelten, fehlte mir dann doch die nötige Motivation. Ich war schließlich schon über 24 km gelaufen. 
Ich entschied mich also dazu, mit dem Zug nach Lüneburg zu fahren und dort mein Glück zu versuchen. 
Als wäre es ein Zeichen, hieß das erste Hotel vor dem ich mich wiederfand "Lübecker Hof". Und es war sogar ein günstiges Zimmer  frei! Jackpot! 
Jetzt liege ich in meinem warmen, weichen Bett und hoffe für morgen auf trockenes Wetter. 
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Camping an der Elbe


Ich habe Geesthacht und somit auch die Elbe erreicht. 

Die heutige Etappe war wirklich recht entspannt. Bis auf ein paar leichte Schauer am Morgen schien die ganze Zeit die Sonne und ich konnte den Weg genießen.
 
Da die Jugendherberge in Geesthacht zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wurde und definitiv kein Bett mehr frei war, hab ich mich dazu entschieden heute die erste Nacht im Zelt zu verbringen. Es könnte etwas kalt werden, ich habe aber ja einige Sachen dabei, in die ich mich Schichtweise einwickeln kann. Mein Rucksack ist ja nicht umsonst so schwer... :)
Ich bin auf jeden Fall gespannt! 
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Kein Muskelkater, dafür eine Menge Kaninchen... :)


© keeponwalking.de
© keeponwalking.de
Nachdem mir die erste Etappe kräftemäßig doch einiges abverlangt hat, war ich auf der zweiten Etappe deutlich entspannter unterwegs. 
Überraschenderweise bin ich heute morgen ohne Muskelkater aufgestanden. Hat sich das ewige Bergauf-Gehen in Österreich also doch gelohnt... :)
Die Strecke führte erst weiter am Elbe-Lübeck-Kanal entlang, bis ich dann irgendwann in ein kleines Waldgebiet abgebogen bin. Es hat richtig Spaß gemacht nicht mehr nur am Kanal entlang stur geradeaus zu gehen, sondern immer mal abzubiegen, Wald und Felder zu sehen und von einem Haufen Kaninchen begleitet zu werden. Die kleinen Kerlchen haben das schöne Wetter warscheinlich genauso genossen wie ich und flitzen alle 10 Minuten kreuz und quer über den Wanderweg. 
Erst zum Ende der Etappe wurde es wieder anstrengend, als ich vom schönen Waldweg auf Asphalt wechseln musste. Es ging durch diverse kleine Dörfer, bis ich in Schwarzenbek ankam. Meinem heutigen Etappenziel. 
Hier habe ich mir eine günstige Pension gesucht und in einem Lokal meine Energiereserven wieder aufgefüllt. 
Die morgige Etappe ist nur ca. 14 km lang. Ich Blicke also satt und zufrieden einem hoffentlich entspannten Tag entgegen. 
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Schmerzhafte erste Etappe


Ich liege schon in meinem Schlafsack und versuche mit letzter Kraft noch diesen Bloeintrag zu schreiben, bevor mir vor Müdigkeit die Augen zu fallen. Dabei ist es erst 21 Uhr...
Heute ging es nach Mölln. Das sind mehr oder weniger 33 km. Gefühlt auf jeden Fall mehr... :)
Angefangen hat die Etappe vor meiner Haustür in Lübeck, wo ich von meiner Mutter und einer Freundin angeholt wurde. Die beiden waren so lieb und haben mich auf der Strecke begleitet (und sogar ein bisschen den schweren Rucksack getragen...).
Wir haben es gemeinsam nach Mölln geschafft, obwohl ich wegen des Rucksacks doch einige ungewollte Pausen einlegen musste. Nachdem die Schmerzen von den Schultern, über die Hüften, bis in die Füße gewandert waren, waren die letzten Kilometer ziemlich anstrengend. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viel Muskelkater sich morgen bei mir bemerkbar machen wird... 
Über Couchsurfing habe ich in Mölln bei einer sehr netten Familie ein Bett für diese Nacht gefunden. 
Bei einem Blick auf mein Handy habe ich diverse neue Nachrichten entdeckt und freue mich unheimlich über den tollen Zuspruch den die Wanderung findet. Vielen, vielen Dank für all die netten Nachrichten und Kommentare. Und natürlich vielen Dank für die Spenden an den Mukoviszidose e.V.! 
Auf jeden Fall werde ich heute zufrieden schlafen können, mit dem Wissen, dass sich die Schmerzen doch gelohnt haben... :)
Gute Nacht
Sally
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Was ich in letzter Zeit gemacht habe?


Geplant, geplant, geplant. Dann wieder alles umgeschmissen und neu geplant... :) 
Langsam wird es wirklich Zeit, dass ich endlich losgehe! 
Und da es jetzt auch nur noch ein paar Tage bis zum Start der Wanderung sind, versuche ich mich mal am ersten Blogpost meines Lebens. Verzeiht mir also bitte anfängliche Schwierigkeiten. Ich muss mich erst daran gewöhnen lange Texte mit dem Handy zu schreiben. Das wird sich hoffentlich auf der Wanderung bessern...
Aber zurück zum Thema. In der letzten Zeit habe ich nicht nur die Strecke geplant und mir überlegt, was ich alles in meinem Rucksack mitnehmen werde, sondern auch etwas Geld verdient. Und zwar als Kellnerin auf der Höllensteinhütte in Österreich (www.hoellenstein-huette.at). Ich habe meinen festen Job als Veranstaltungstechnikerin gekündigt, nach Saisonarbeit gesucht und mich sehr darüber gefreut die letzten Monate im schönen Zillertal verbringen zu dürfen. Auf der Höllensteinhütte habe ich viel gelernt, unglaublich nette Leute kennengelernt und meine Freizeit an der frischen Bergluft verbracht. Das hat alles wirklich viel Spaß gemacht und mir ermöglicht die Wanderung überhaupt zu finanzieren. 
Zusätzlich hatte ich die Chance meinen Kopf vom ganzen Alltags-Streß zu befreien und kann jetzt ganz entspannt in Richtung Rom lospilgern. 
An dieser Stelle also nochmal vielen Dank an das gesamte Team der Höllensteinhütte (inklusive Taxifahrer)! :)
Jetzt verbringe ich noch ein paar entspannte Tage in Lübeck und versuche meine ganze Planung nicht wieder vor Aufregung über den Haufen zu werfen... 
Am 02. April geht's endlich los. 
Projekt Ledertramp kann starten!
Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest. 
Sally
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Bis jetzt wurden 3330€ an den Mukoviszidose e.V. gespendet!

Vielen Dank an alle Unterstützer!