Endlich!


Schatten! 
Gestern nach Montefiascone war es schon deutlich schattiger und ich konnte sogar ein Stück durch einen angenehm kühlen Wald gehen. 
Heute nach Viterbo gab es fast auf der gesamten Strecke Schatten und es ließ sich viel leichter laufen, als in der Toskana. 
Nur das letzte Stück des Weges war sehr der Sonne ausgesetzt. Aber da war ich ja schon fast angekommen und es hat mich nicht mehr so sehr gestört. 

Trotzdem ist es einfach unheimlich warm und die Hitze macht allen Pilgern zu schaffen. 
Nachmittags ist an Bewegung gar nicht mehr zu denken (höchstens um sich in der Stadt ein Eis zu holen...) und daher brechen alle immer schon sehr früh auf, um in den "kühleren" Morgenstunden zu laufen. 
Ich bin mit 6 Uhr (loslaufen. Nicht aufstehen...) noch relativ spät dran. Da sind die meisten anderen Pilger schon unterwegs. 

Ein weiterer Nebeneffekt vom frühen Aufstehen: man kommt auch schon früh an. Ob das jetzt positiv, oder negativ ist, weiß ich noch nicht...
Meistens bin ich zwischen 11 und 13 Uhr in der Herberge (kommt immer ganz auf die Eigenschaften der Etappe an) und habe dann den Rest des Tages Zeit um mich zu langweilen... 
Die Etappenziele sind ja meistens eher kleinere Orte und es gibt nicht viel zu tun, oder zu sehen.
Also liegt ein Haufen Pilger (es ist wirklich so: je näher ich Rom komme, desto mehr andere Pilger sind unterwegs) in einem Zimmer rum und schläft, liest, oder unterhält sich. 
Das sorgt zwar für eine angenehm entspannte Grundstimmung, wird auf die Dauer aber irgendwann auch anstrengend. Warm ist es nämlich trotzdem...


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Kommentare: 1
  • #1

    Christine (Dienstag, 05 Juli 2016 22:06)

    Hallo Selina! Ich kann mir gut vorstellen, wie anstrengend es in der Hitze für dich sein muss. Aber bald hast du es geschafft. Und in Rom kannst du deinen Rucksack ja dann in der Unterkunft lassen. Viel Spaß noch. Und freue dich auf dein Ziel. Rom ist einfach nur schön.


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