Dunkle Gänge und enge Gassen


Heute war wirklich ein toller Tag! 
Die Etappe nach Oberwesel war zwar nicht weit (21 km), hatte dafür aber viel zu bieten! 

Erst ging es ein paar Kilometer direkt am Rheinufer entlang, auf denen ich den Blick durchs Rheintal schweifen lassen konnte. 

In St. Goar habe ich mich dann den Berg hochgearbeitet um die Burg Rheinfels zu besichtigen. 
Diese Burg kenne ich schon von früheren Besuchen und weiß: Sie ist immer ein Erlebnis wert! 
Eigentlich ist es nur noch eine Burgruine. Das Areal ist aber riesen groß und es sind noch eine Menge Grundmauern, einzelne Räume und zahlreiche über- und unterirdische Gänge erhalten. Am Eingang bekommt man eine Karte in die Hand gedrückt und kann das Gelände dann auf eigene Faust erkunden. 
Netterweise durfte ich meinen Rucksack bei der Dame an der Kasse abgeben und konnte mich ungehindert in den schmalen Gängen und verwinkelten Gassen verlaufen... :)
Hinter jeder Ecke gab es einen neuen Tunneleingang oder eine Treppe ins darüber- oder darunterliegende Stockwerk. 
Zum Glück hatte ich daran gedacht meine Taschenlampe mitzunehmen. Ein paar der Gänge sind nämlich wirklich stockfinster und führen ins Innere der Burg. 
Nachdem ich bestimmt zwei Stunden damit verbracht habe mir wirklich jede kleine Ecke anzusehen, und es mal wieder anfing zu Regnen, machte ich mich dann doch irgendwann wieder auf den Weg zum Ausgang. 

Aber nur wenige Kilometer nach Burg Rheinfels wartete schon das nächste Highlight auf mich. Auf der anderen Rheinseite war der Loreleyfelsen zu sehen. Endlich! 
Darauf hatte ich mich schon gefreut, seit ich in Lübeck losgelaufen bin. 
Ich weiß nicht warum (oder vielleicht eher: "ich weiß nicht, was soll es bedeuten"...) , aber dieser Felsen und die dazugehörige Sage haben schon immer eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. 
Er ist für mich einfach das Sinnbild für die ganze Sagen- und Märchenreiche Rhein-Region. 

Jedenfalls war es nach dem Loreleyfelsen nicht mehr weit bis Oberwesel und es hieß noch ein letztes Mal steil bergauf, bevor ich die Jugendherberge direkt neben der Schönburg erreichte. 
Hier habe ich vor zwei Jahren schonmal übernachtet und kann mich noch sehr gut an das leckere Frühstück erinnern. 
Ich hoffe daran hat sich nichts geändert... :)


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Kommentare: 4
  • #1

    Doris (Mittwoch, 27 April 2016 19:16)

    Dein Eintrag klingt ja heute zum Glück sehr wenig nach Dauerregen oder Hagel oder umgestalten Bäumen oder... Ich kann mir gut vorstellen, wie wohl du dich dort fühlst.

  • #2

    Evi aus Lübeck (Mittwoch, 27 April 2016 20:44)

    Liebe Sally,
    da bekommt man ja richtig Gänsehaut beim Lesen.
    Und Deine Fotos werden auch immer prächtiger. Freu mich schon auf die nächsten Berichte...es liest sich wie ein Fortsetzungsreiseführer.
    Habe eine riesige Landkarte von Lübeck bis Rom in der Galerie aufgehängt und markiere jeden Tag Deine aktuelle Station.
    Meistens rate ich auch, wo Du als nächstes übernachten wirst.
    Jedenfalls ist die Idee mit dem Blog eine prima Sache.
    Alles Gute weiterhin, und vor allem : für die Zukunft besseres Wetter!
    Evi.

  • #3

    Reinhard Zieglmaier (Mittwoch, 27 April 2016 22:25)

    Hallo Sally,
    ja, deine Stories sind faszinierend und ich beneide dich schon ein bisschen. Bei uns in Lübeck ist grusligstes Schietwetter.
    LG Reinhard

  • #4

    Anja (Mittwoch, 27 April 2016 22:27)

    Hi Sally, danke für deinen Blog und die Fotos. Auch ich verfolge deine Berichte von deinen Wegen mit den täglichen Herausforderungen für dich mit großer Begeisterung; besonders weil wir unseren nächsten Wanderurlaub bereits an dem Rhein/Loreley gebucht haben. :o)
    Für die nächsten Km wünsche ich dir beständigeres Wetter! Viel Spaß und Erfolg. Lg aus Lübeck - Anja


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